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konnte dem Landgrafen Heinrich dem Eisernen und seinem SohneOtto die Burg Reichenbach, sowie Stadt und Amt Lichtenau mitden dazu gehörigen Dörfern mit der Summe von 1000 Mark be-zahlen') und in dem Jahre 1357 auch dem Pfarrer zu Rülkirchenseinen Hof zu Langenstein mit der Hälfte des Gerichts und Patro-nats, sowie auch sein Gut zn Bethmannshausen Mausen"). Unddabei war das Haus immer auch noch im Stande, den Landgrafen,wenn diese es bedurften, nicht unbedeutende Summen zu leihen.
Das waren für die Ballei die glücklichsten Zeiten; aber sie sahspäterhin freilich auch andere, bedrängte und gefahrvolle.
IV.
Die Ballei Franken.
So gering des Ordens erster Besitz im Frankenland auch war,so galt doch nachmals diese Ballei in ihrem Umfange für die aller-bedeutendste. So viel wir finden, waren es in den Jahren 1209und 1210 die vom Grafen Gerhard von Rieneck an den Orden ver-pfändeten Güter in Erlebrunn im Bisthum Würzburg und eineSchenkung des Herzogs Ludwig I. von Bayern"), welche die ersteGrundlage dieser Ballei bildeten, denn durch sie wurde der Ordenmit der Kirche S. Aegidii zu Negensburg nebst noch einigen andern,namentlich der zn Aichach bewidmet und ihm auch ein Weinbergim Orte und eine Hufe Landes zugewiesen ^).
Sie begründeten zugleich eine Komthurei in Regensburg,das erste Deutsche Ordenshauö in Franken. Wir hören aber, daßerst späterhin der fromme Graf Bernhard von Löwenberg der Ael-tere, als er selbst in den Orden ausgenommen ward, diesem die
9 Histor. diplom. Ullterr. irr. 83.
9 Entdeckter Ungrund nr. XIX.
h Rieck 6oä. XatisvurA. I. 299.
9 Fries Würzb. Chron. I. 311. 1>an§ Re^ast. IV. 740 giebt den In-halt der Schenkungsurkunde ungenau an. Ein Didimus derselben im Reichs-Arch. zu München erweist, daß die Schenkung geschah Iwspltall tsntonioorninwilitis 8. Naris cklirlm. In ultrainarliiis partidns und die Kirche S. Aegidiiwurde damals mit geschenkt.