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ligen Kunigunde auf einem Berge bei Gräz erbaute Kirche mit allenihren Freiheiten, Stiftungen und Einkünften in ländlichen Besitzun-gen, Wäldern und Weinbergen. Ueberdieß auch mit mehren naheliegenden Dörfern, Zollfreiheit und Marktrecht beschenkt/) gediehdie Stiftung in kurzer Zeit in dem Maaße, daß schon im I. 1239in Gräz ein stattliches Ordenshaus von seinen Einkünften unter-halten werden konnte, zumal nachdem diese in dem erwähnten Jahredurch einen frommen Edelherrn, einen Bruder Friedrichs von Gra-venstein mit noch zehn Talenten jährlichen Ertrags vermehrt wur-den?) Mehrfache Schenkungen erhoben es nun zum Mittelpunkteiner besondern Komthurei?)
In solcher Weise hatte der Orden in den drei Landen sich schonmit fünf Komthureien angeheimt. Mit Freude sah Kaiser Friedrich II.auf dieses frische Emporsteigen „des Hauses S. Marien der Deut-schen in Jerusalem" als einer „Schöpfung seiner Vorältern" hinund im I. 1236 trieb ihn die innige Liebe zu ihr, die in den Lan-den Oesterreich, Steier und Kärnten aufgerichteten Ordenshäusermit ihren Pflegern, Ordensbrüdern und allen ihren Angehörigensammt allen ihren dermaligen Gütern und Besitzungen, sowie auchdie, welche sie noch erwerben könnten, in seinen und des Reichesbesondern Schutz und Schirm zu nehmen, sie von jeglichem weltlichenGericht und von allen Zöllen, Auflagen und Dienstbelastungen völligzu befreien?)
Auch im Herzogthum Krain gewann der Orden bald festenBesitz. Sind wir über den Aufbau des Ordenshauses zu Laibachund seine Erweiterung zu der nachmaligen dortigen Komthurei zurZeit auch noch nicht genau unterrichtet, so wissen wir doch, daß esHerzog Ulrich III. von Kärnten und Krain war, der dem Orden
') Origin.-Urk., dat. in Li-pnroli V. Oal. dlov. 1233 im Ord. - Arch. zuWim, bei Dnellins 88. Herzog Friedrich hebt besonders hervor, daß dieOrdensbrüder patri nostro ma^is tamiliares prao oaeteris et üilsliores exti-ternnt. ldröblioli Diplomat, saera Kt^rias II. 177.
') Urk. Heinrichs von Gravenstein im Ord.-Arch. zu Wien. DnsIIin8 89.h Elben a. a. O. Ilansitii Llvrman. saom II. 356, wonach das Haus1260 auch die S. Johannis-Kirche zu Stubenberg erhielt, lieber die Besitzungendesselben Vgl. Diplomat, saera 8t)n-ias II. 177—191.
") Urk. bei Dnellins 47. Der Orden erhielt diesen Schutzbrief währenddes Hochmeisters Hermann von Salza Anwesenheit beim Kaiserin Wien. Origin.im Ord.-Archiv zu Wien.