4oo
System von Buffoiü
Buffon hat angenommen, dafs ein mit Schnelligkeitbey der Sonne, einer brennenden und siedenden Kugel,vorübcrgclaufencr Comet au einen TheiL ihrer Obei flächegestoben, selbigen abgerissen, und in den Weltraum ge-schlendert; und dafs dieser Theil, indem er sich um ver-schiedene Miuelpuncte vereinigte, die verschiedenen Theiiedes Planeien - Systems und folglich auch die Erde hervoige-bracht halte. Diese war also bey der Einstellung eine ge-schmolzene Masse (von glas - oder quarzartiger Be chaffen-ljeit). Sie erkaltete und wurde zuerst auf ilner Oberflächefe t; ein Theil der Dünste, welche die unermefsliche Atmo-sphäre ausmachten, verdichtete sich, lüfste sich in Wasserauf und bildete die Meere. Diese grillen die feste Rindeau, erweichten sie, nahmen die in Auflösung begriffenenElemente davon hinweg, bearbeiteten sie wieder mul in-dem sie selbige sodann in der Gestalt von Niederschlägenfallen liefscn, gaben sie den mineralischen Massen undSchichten ihre Entstellung. Dieselben Meere furchten durchihre Bewegungen und Strömungen die Rinde ans, die sieerst gebildet, hatten, und erzeugten auf diese Weise unsereBerge und Tlniler. Die Darstellung dieses Sj'stems iiat uu-serer LUteratur zwey seiner Meisterwerke den Discours surhi theorie de la terre (Rede über die Theorie der Erde) unddie Epoques de la nature (Epochen der Natur) verschafft;was man auch über den Grund des Systems für ein Ur-titeil fällen möge, so findet man doch nicht weniger aufjeder Seite dieser Schriften jene Grüfse in den Ansichtenmul jenen erhabenen Styl, welche so gerecht von diesemNatur-Historiker sagen licfsen, majestati nalurac par inge-liium.
Vj,.
Sy s t cm von D ein ci
Deluc, Ausleger von Moses Uebersetzung über die For-mation der Erde, hat dreylsig Jahre laug mit einem Eiferund einer nnermüdelen Beharrlichkeit für die Vcrtheidigungeines Systems gestritten, welches ich so eben bekannt ma-chen will, indem ich mich so nahe als .möglich an dieAusdrücke des Autors Kalte, Der erste Mitanordner dieses