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1 (1821)
Seite
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Werner den Namen, Oryctognosie, chemische Mineralogiemul Geognosie giebt. Man kann bey den Mineralien auchnocli die Orte, in welchen man sie findet, oder die Tlieileder Erde, welche sie ausmachen, und die Gebräuche, zudenen der Mensch sie anwendet, mit den Mitteln, sie dazugeschickt zu machen, untersuchen : daher die geographischeMineralogie und die oeconomische oder technologische Mine-ralogie. Werner vervollständigt endlich alle in dem Mine*ral-Reiche zu erlangende Kenntnisse durch die Litterar-(jreschichte der Mineralogie und der verschiedenen Mineralien,und durch die Kunst Mineral - Stücken ( Stufen j zu sammeln,und sie in Sammlungen zu ordnen.

Z iv e y t e Anmerkung.

Von der Dicke der den Mineralogen be-kannten Erd - Rinde.

Wären die Gebirgs - Schichten, welche die Erdkugelbilden, immer horizontal, so würde man die Dicke des unsbekannten Theiles durch den Höhen-Unterschied zwischendem tiefsten Erntete, zu welchen man im Innern der Erdogelangt ist, und dem höchsten auf den Gebirgen erreichteninncte haben. Wir wollen selten, welches jene Tiefenund Höhen sind.

Agricola berichtet in seinem Bermantts, dafs die tiefstenSchächte bey Kuttenberg in Böhmen sind und sie eine Tiefevon roo Lachter (oltngefähr 1000 Metres) haben: man kenntnicht die Lage dieser Gruben und die Höhe ihrer Mündungüber dem Meere und folglich auch nicht den Höhen - Unter-schied zwischen dem innern Ende und Meere. 7 u Kitz-pühl, in Tjrol, ging der Bau ebenfalls bis lausend Metrestief: Oppel, Bergdirector in Freyberg, sagt in seiner

Markscheidekunst (§. 558): ein Reisender habe ihnversichert, dafs es in den Kupferbergwerken bey Rohtliübelin Tyrol noch liefere Gruben gäbe; allein er giebt darübernichts Näheres; und jene in einem hoben Lande gelegenenSchächte miifsten nicht viel unter das Niveau des Meeresgellen, wenn sie selbiges noch erreichen.

Delius sagt, dafs man in Ungarn Gruben von Goo MetresTiefe bat (§. 52); dies ist ebenfalls die gröbste Tiefe, welche