O.Vi
Reihe der Kalksteingebirge.
§. i4 5 . Dei' Kalkstein, bietet uns das am be-sten characierisirte Beyspiel der Beilien von derzweyten Gattung dai’. Wir linden dieses Gesteinbis in die Gneis und Granitarten: es ist in grofserMenge in den Glimmer- und Thonschiefem vor-handen; kommt häufig in den Uebergangs-Gebir-gen vor, und macht den gröfsten Theil der Flötz-gebirge aus; endlich findet man solches auch inden letzten aufgeschwemmten Gebirgen wieder, woes grobkörnige Tuffe bildet.
Bey diesen verschiedenen Lagerungen trägt siedas Gepi'äge der Epoche, in welcher sie gebildetworden ist. Der Kalkstein, den wir in den Gra-niten, den Gneisen und Glimmerschiefern sehen,ist im Allgemeinen blätterkörnig, durchscheinendund von einer schönen Weifse; mit einem Wort,er trägt alle Spuren einer sehr reinen und crystal-linischen Formation.
In den folgenden Schiefern nimmt er ein fei-neres Korn an, ist weniger durchscheinend, weni-ger weifs, und iäfst sich durch fremde Substanzen,hauptsächlich durch die der Schiefer färben, mitwelcher sie sieh ziemlich oft vermischt. Diese Mi-schungen nehmen in den Uebergangsgebii'gen nochzu; sein Bruch nimmt mehr Dichtheit an, manfindet darin zum ex-slen Mal Uebcrreste von Mol-lusken; seine Farbe wird bunt und. er bildet un-sere farbigen Marmore. In den Flötzgebirgen ister gewöhnlich dicht, von umschlichen oder schief-rigen Bruche, an den Kanten schwach durchschet-