Eben so ist es mit den Umstünden der Schich-tung der die Tliäler Legriinzendeu Gebirge. Fastimmer, wenn die Gebirge einander sehr nabe lie-gen, stimmen ihre Schichten, wenn sie horizontalsind, auf Leyden Seiten mit einander überein; sindsie senkrecht, oder in einer schrägen Richtung ge-gen das Thal, so siehet man dieselbe Schicht an.einer der Seiten in der Verlängerung des Theiles,.welcher auf der entgegengesetzten Seite ist, wiederhervortreieu: dies ist vorzüglich auffallend, wenneine Schicht, welche härter als eine andere ist, undder Auflösung mehr widerstanden hat, über dieGehänge des Gebirges hervorragt. Endlich, wenn,die Sehielilcu geneigt sind, zeigen sie sich mit der-selben Richtung und iNeigtmg an den beyden ent-gegengesetzten Bergen: mit einem Wort, in allendiesen Fällen ist die Schichtung genau so, alswenn das Gebirge ehedem, ein zusammenhängendesGanze gebildet hätte und das Thal nur die Wir-kung einer zufälligen FortsclialFung des Bodenswäre. Wenn das Thal sehr breit ist, und also dieselbiges begränzenden Gebirge sehr entfernt sind,so kann man aus der vergleichenden Untersuchungihrer Schichtung keine Folgerung ziehen : man
weifs, w'ic vielen Veränderungen die Schichten inihrer Erstreckung, sogar in kleinen Entfernungen,unterworfen sind.
D e 1 u «’ s und anderer Meinungen über die B i Gdüng der T li ä 1 e r.
§. 91. Wie konnte Hr. Deluc nach solchen,über die Schichtung so bekannten Thalsachen, dieMeinung: dafs die Schichten auf beyden Seiten derTliäler gegen den Tlialwcg geneigt und sie alsomit den Wänden dieser Thäler parallel wären, her-