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Thal, bey übrigens gleichen Umständen, mehr oben,als unten erweitern.

Nun sage man uns nicht mehr, dafs wir, indemwir Wasserzügen die Aushöhlung von Thälern zu-schreibcn. welche bisweilen mehr als hundert Mei-len Länge, eine Meile Breite, und gegen tausendMclres Tiefe haben, eine, mit der hervorgebrachtenWirkung in keinem Verhäitnifs stehende, Ursacheannehmen. Wasserzüge sind nicht die einzigeKraft; und die Ursache, welche wir anerkennen,ist diejenige, welche den Boden eines Tlieils vonNieder-Deutschland, einige hundert Metres unterdie Spitze des Meisners; das Joch der grofsen Al-pen , um mehr als 1000 Metres unter dem Gipfeldes Mont - Gervin u. s. w. erniedrigt hat. So kleinauch anfänglich eine Wirkung scheiut; sie wird,wenn sie unendlich viele Male wiederholt wird, un-endlich grofs.

Die Einrichtung und der Bau der Thäler ver-rat h e n i. h r e n Ursprung.

§. 90. Die Anordnung der Thäler, ihre Lich-tung, ihre Gestalt, die Schichtung der Gebirge,welche sie begränzen, sind auch Merkmale des Ur-sprungs, den wir ihnen zuschreiben.

Niemanden wird die Art und Weise unbemerktgeblieben scyn, womit die Gewässer, vorzüglichnach einem Gewitterregen, die Hügel und Lände-reyen, welche eine beträchtliche Böschung haben,ausgefurcht und ausgehöhlet haben. Jeder wird inder Einrichtung dieser kleinen Schluchten, in Be-zug auf den Abhang, auf welchem sie sich befin-den, in ihren Krümmungen und. den Abweichun-gen ihrer Richtung, in ihren Verzweigungen, in der