Bildungen in den Meeren,
§. 55. Da das Innere der Meere unsern Beob-achtungen gänzlich entzogen ist, so können wirkeine Begrübe üher die Formationen haben, wel-che darin Vorgehen oder Vorgehen können; es be-lehrt uns sogar nichts, oh wirklich eine Statt fin-det. Jedoch scheinen einige Thatsach.cn uns anzu-zcigeu, dafs an gewissen Orten und bey günstigenUmständen einige Erzeugnisse, die denen unsererMineralien ähnlich sind, Statt finden können. Zum.Beyspiel, wenn man im Süd-Meer kleine Inselnsiebet, die aus Kaiklagern gebildet sind, in denensich Korallen finden, die mit denen einige Moirestiefer unter dem Wasser leitenden allerdings Achn-lichkcit haben, so kann man schwerlich daranzweifeln: dafs jene Lager durch dasselbe Meer ent-standen sind, über welches sie sich jetzt erheben.Yiele Analogien scheinen anzuzeigen, dafs verschie-dene unserer Muschelkalklager in Meeren nieder-geschlagen wurden, die von den jetzigen wenig ver-schieden waren. Um mit einer bestimmten Thal-sache zu schliefscn, will ich einen Sandstein an-führen, den Saussure und Spallanzaui gewissermaas-seu vor ihren Augen bilden sahen. ,,Ieh habe, sagt..Saussure am Lfer des Meeres, vom Leuchtthurmc„von Messina herab, beym Strudel von Carybda,„Sand gesehen, welcher in dem Augenblick, wo„die Wellen ihn anhäuften, beweglich war, allein,„welcher durch den kalkartigen Saft, den das Meer„hineindränglc, sich stufenweise so verhärtete, dafs„er zu Mühlsteinen dienen konnte: diese Thatsaclie„ist zu Messina bekannt; man fördert fortwäh-rend Steine an die Ufer, ohne dafs der Yor-„ralh erschöpft oder das Ufer niedriger wird; die