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1) Alle Grotten uiul Höhlen in den Kalk-Ge-birgen stellen uns Tropfsteine (Sinter) und andereBildungeti dar, welche man entstehen und nachund nach gröfser werden siebet. Das Wasser, wel-ches in das Gestein über der Grotte eindringt,nimmt kohlensauren Kalk, wahrscheinlich in Folgeder Kohlensäure, die es enthält, auf. Wenn einsolcher, oft durch eine Spalte geführter, Wassertrop-feu an dem Gewölbe der Höhle ankomrnt, undeinige Zeit hängen bleibt, so verdunstet die gasar-tige Säure, die verlassenen Theilchen gehen an dieBänder des Tropfens, und wenn selbiger ganz ver-dunstet ist, so bleibt an dem Gewölbe gleichsam,ein kleiner, von den zurückgelassenen Theilchen ge-bildeter, Kreis übrig. Die folgenden Tropfen ver-gröfsern und verlängern den ersten Niederschlag,und nach einiger Zeit bildet sich also ein inehroder weniger beträchtlicher mit seiner Grundflächean dem Gewölbe aufgehangener Kegel. Er ist oftin seiner Achse in Folge der angezeiglen Bildungs-Weise durchbrochen, nach welcher sich auch neueTheilchen an die altern aulegen, indem sie sichnach den Gesetzen der Crislaliisalion ordnen, umStreifen und Massen eines wirklichen Kalkspalliszu bilden.

Wenn der Kegel oder der Sinter (Tropfstein)fortwährend zunimmt, und seine Spitze den Bodenerreicht, so kann er durch seine Yergröfserung ei-nen jener, fast in allen Beschreibungen von Höhlen,erwähnten Pfeiler oder Säulen bilden. Die Y er-gröfserung kann sogar bis zur gänzlichen Verstop-fung und Ausfüllung der Höhle gehen. Wenn dieWassertropfcu, statt an dem Gewölbe hängen zubleiben, und die Kalktheilchen abzusetzen, sogleichauf den Boden gefallen wären, indem sie diese