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Drittes C a p i t e I.

Von den Unebenheiten der Erd-Ober»fläche.

Gegenstand dieses Capitels,

§. 18. Nichts macht mehr Eindruck auf denBeobachter, welcher auf der Erd-Oberfläche um-herblickt, als j en e Menge von Unebenheiten o d erHöhen - Unterschiede, die sich von allen Seiten zei-gen. Erhöhungen des Bodens beschränken seine Aus-sicht überall5 er kann nicht von einem Orte zum an-dern gehen, ohne eine zusammenhängende Reihe vonErhöhungen und \erticfungen zu durchschneid en:einige Gegenden sind ganz mit Höhen und spitzi-gen Bergen (Pies) bedeckt, andere sind gleichsammit unermefslichen Dämmen begränzt, die einfach-sten Gegenden selbst zeigen ihm noch sehr merk-liche Einschnitte und wellenförmige Gestalten. Soklein auch diese Unebenheiten im Verhältnifs derMasse der Erdkugel sind, weil sie auf der Ober-fläche der letztem nur so viel, als die Rauhheitenauf der Haut einer Orange, betragen, und die be-trächtlichste Höhe noch keine halbe Linie auf ei-nem Globus von 4 Fufs im Durchmesser ausmachenwürde 1 ) , so müssen sie doch den Geologen un-gemein anziehen; sie eröffnen ihm die innere Struc-

i) Der höchste Berg auf dem Iiimmalaya (bey den Al-ten Immaus) in Thibet, ist nur 7821 Metres über demMeere, und es ist nicht wahrscheinlich, daL's das Meerirgendwo /jooo Metres Tiefe habe.

Man sehe, zu Ende dieser Abhandlung, eine Darstel-lung der einfachsten Art die Holien zu messen.