durch, daß er, wie die Zuckersieder sagen, gröber undhärter von Korn ist.
Ist er raffinirt, so kan» man seinen Ursprung nichtmehr erkennen; und die Schriftgelehrten und Meister, so sichsolches unterfangen, sind oft damit angeführt und zum be-sten gehalten worden. So hatte Herr Piret einmal eineGesellschaft Schriftgelehrten zum Thee gebeten, die dannseinen Runkelrübenmelis ganz vortrefflich fanden. Dochsagte einer: es ist sonderbar, er ist nicht so ganz süßwie der Rohrzucker. — Ein anderer fand, daß er nichtganz so weiß, und ein dritter, daß er nicht ganzso hart sey. Nachdem nun eine Zeitlang in gelehrterWeise hierüber war diffentirt worden, und die Mei-nungen sich endlich ausgeglichen, so sagte Herr Piret:Diesen Abend ist kein Stück Runkelrübenzucker im Zim-mer gewesen. Alles, worüber wir geredet, war Rohr-zucker. *)
Aus den Indien kommen oft so schlechte Rohzucker,daß sie fast gar nicht zu raffiniren sind, indem sie sichganz in Syrup auflösen.
Dieses liegt nicht am Zuckerrohr, sondern im Man-gel an Reinlichkeit in den Fabriken, wodurch die Schleim-gährung in den Saft kommt, und er nach dem gemeinenAusdrucke lang wird.
Ich schickte einmal eine Probe weißen Rohzucker an einenFreund, der mit Jucker handelte. Dieser gab diese nebsteiner Probe weiße» Havanna an einen Kenner, und sagte:beyde Sorten scyen ihm zu gleichem Preise proyonirt, ermöge ihm sagen, welches die bessere se». Der Kenner hieltbeyde Proben für Havanna und erklärte sich für den Rnn-kelrübenzncker.