Geschäfte, zur Aufnahme neuer Betriebskapitals, zurGründung neuer viel versprechender Anlagen und zur Ge-währung eines ausgedehnteren Credits, um Landbau undGewerbe auf dem neuen fruchtbaren, aber versäumtenBoden schnell empor zu bringen. In dieser hoffnungs-vollen Zeit des Säens und Pflanzens für die scheinbarnahe Erndte überfielen den Staat die Unfälle des Jahres1806, und erschütterten seine Grundfesten. Alle Staats-anstalten verloren damals unvorbereitet den größten Theilihrer Bestände- und Betriebskapitale; der überall ein-dringende Feind legte Beschlag auf Alles, was nur ent-fernt öffentliches Eigenthum zu seyn schien; Vieles wurdeganz weggenommen. Anderes erst nach Jahren, und nichtohne empfindliche Verluste, zurückgegeben. So verschwan-den die Mittel, womit den eingegangcnen Verpflichtun-gen genügt werden konnte; und es entstand daher einegroße Masse von Anforderungen an den Staat, die mitInbegriff des ungetilgten Ueberresies der vorerwähnten An-leihen, auf 54,419149 Thaler
berechnet worden sind.
Beschwert mit dieser Schuldenlast trat die Regierungin den düstern Zeitraum vom Anfänge des Jahrs 1807bis zu Ende des Jahres 1812. Es wäre in ruhigen Zei-ten, bey unbeschrankter Verwaltung und voller Freyheitdes Verkehrs, eine schwere Aufgabe gewesen, neben dengewöhnlichen Staatsbedürfnissen, und neben Verzinsungund Ablösung der vorerwähnten Schuld, aus dem bloßenErtrage der ordentlichen Staatseinkünfte das Land wie-derum in wirthschaftlichen und wehrhaften Zustand zu ver-setzen. Aber gar nicht zu denken war daran in den sechs