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Wenn man auch nun zugibt, daß die HerzogthümerBerg und Jülich durch die hohen Steuern arm geworden,so muß man sich doch wundern, daß das Erzstjst Cölln,so zwischen ihnen lag, nicht reich geworden, da in ihmdie Steuern so niedrig waren, daß sie einer völligenSteuersreyheit säst gleich zu setzen. Denn wenn die ge-wöhnliche Ansicht von den Steuern die richtige ist, somußte man im Erzstiste doch nothwendig diese21 Millionen finden, die Berg und Jülich indieser Periode bezahlt haben, und die dasErzstist nicht bezahlt hat.
Allein das Erzstist war nicht reich, ungeachtet seinerSteuersreyheit, so wie auch viele aus den privilegirten.Standen in Berg und Jülich nicht reich waren, unge-achtet ihre Güter Steuersreyheit hatten.
Der Landmann im Erzstiste war unthatig, wozu ihmdie Geistlichkeit, so ihre Zeit mit Nichtsthnn hinbrachte,das Beyspiel gab.
Die Wirkung, so die Steuern auf die Gesellschaftüben, verhalt sich aber in folgender Weise:
Das rheinische Erzstist 60 Q. M. mit i5oooo Einwohnern.DasHerzogth.Westphalen 66 — i35ooo — —
Das Best Recklin ghausen 16 — — 18000 — —
mit SoSooo Einwohnern.Jülich n.Berg hatten 1786 auf iSo Q.M.298000 Einwohner.
Diese Zahlen sind indcß schwankend, da man damals keinegenauen Volkszählungen hatte und auch keine genauen Char-ten über die Größe der Lander. So wird die Bevölkerungdes Erzstistes oft irrig zu 8ooo« angegeben, und die Größevon Westphalen zu 55 Q. M., statt daß jetzt die le CvqscheCharte 10 Quadratmeilen mehr gibt.