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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
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aber eine Manufaktur ist, so kann der Bauer auch dieandern Stande für sich arbeiten machen, und die Grund-steuer von ihnen gerade wie eine Consumtionssteuer ein-ziehen.

Man kann daher in der Grundsteuer sehr weit gehen,sobald man eine genaue Statistik des Landes hat, nachder man sie gleichförmig auf alle Gemeinen vertheilenkann, so daß sie einen Acker wie den andern trifft, ge-rade wie Regen, Dürre und Frost auch dieganze Flache des Landes gleichförmig tref-fen. In Westphalcn hatte die hessische Regierung 100000Gulden auf die Aufstellung dieser Statistik verwendet,die 1811 vollendet wurde und nach der 1812 zuerst ge-hoben wurde.

Sobald man In der Grundsteuer aber über eine ge-wisse Grenze kommt, dann hört sie auf wie eine Cvn-sumtionssteuer zu wirken, sie trifft dann nicht mehr bloöden Reinertrag, sondern greift das Kapital an, und derBoden sinkt in seinem Werthe. Dieses war vor 100 Jah-re» in derffHerzogthümern Berg und Jülich der Fall, alsdie Steuern so hoch gespannt waren, daß derselbe Mor-gen Ackerland, der jetzt mit 200 und 250 Thalcr bezahltwird, und der, wenn man den Silberpreis berücksichtigt,doch damals wenigstens 80 Rchlr. hätte kosten müssen,nur mit 10 bis. 15 Rlhlr. bezahlt wurde, wie solches dieKaufbriefe zeigen, so man aus dieser Periode noch besitzt.

Der Preis des Ackerlandes hängt von der Wohlha-benheit des Bauern ab: denn die Natur liebt Ei-gen th um, wie Möser sagt, und jeder Landmann suchtsich welches zu erwerben, damit er doch ein Eigen habe.