schönen Landstraßen das ihrige beygetragen, deren West-falen früher gar keine hatte. Auch scheint das Grund-eigenthum in seinem Werthe gestiegen zu seyn, ungeachtetder sehr bedeutenden Grundsteuer, so es jetzt zu bezah-len hat.
Diese Grundsteuer ist aber durch ein neues Laud-cataster gleichförmig über die ganze Flache des Landesvertheilt, welches stets die erste Bedingung ist, wennman eine hohe Grundsteuer so erheben will, daß der Bo-den nicht in seinem Werthe sinkt. Denn bey völlig gleich-förmiger Vertheilung wirkt die Grundsteuer wie eine Con-sumtionssteuer, die der Landwirlh vorschießt undder Verzehrer bezahlt. Dieses Princip ist zwarnur innerhalb gewissen Grenzen richtig, und wird unrich-tig, sobald man über diese Grenze herübergeht. Alleinzwischen diesen Grenzen ist das Gesetz: daß die Grund-steuer wie eine Consumtionssteuer wirkt, eben so genauwie das Newtonsche Gesetz des Widerstandes es für mitt-lere Bewegungen ist. Jenseits dieser Grenzenwerden beyde falsch.
Bey alle dem aber bleibt es in der Geschichte desSteuerwesens eine ungemein interessante Thatsache: daß66 Quadratmeilen, so von 135000 Menschen bewohntwerden, im Jahr 1788 nur 40000 Reichsthaler-im Jahr 1803 nur 89000 — —und im Jahr i8is schon 438000 — —an Steuer bezahlen, wo also die Hebegebühren beynaheso viel betrugen, als im Jahr 1788 die ganze Steuer.
Diese Thatsache hangt mit einer andern zusammen,die eben so merkwürdig ist. Ueberall findet man im rhei-