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nicht ebenfalls stcnerfrey machten, aber doch ihren Antheilau der Landschatznng von 2190 Königsrhaler auf 1400heruntersetzten. — Brilon kam von 150 auf 100 KönigS-thaler, Rüthen von 250 auf 100, Werl von 300 auf 100,Geseke von 250 auf 100. Diese 4 Städte nannten sich:die vier Hauptstädte des Landes, und waren die einzigen,so auf dem Landtage von 1654 gegenwärtig waren.
Schon früher hatten es die adelichen Landsaßen ver-sucht, sich steuerfrey zu machen, und auch die Landes-hoheit den Churfürsten von Cölln dahiu vermocht, daß erihre Partie nahm. Auf dem Landtage von 1587 sagteder Churfürst r „Es sey billig, daß seine Ritterschaft„steuerfren sey, da sie mit Leistung der Ritterdienste und2 Unterhaltung reisiger Knechte mehr und höher denn an-„dere beladen und verpflichtet sey, und der Churfürst„sich seiner Rechte gegen die Ritterschaft durchaus nicht„begeben wolle."
Allein die Städte widersetzten sich der Steuerfreyheitdes Adels; und da in dieser Periode noch alle Landsasten,so achtes Eigenthum besaßen, de» Landtag begehe» konn-ten, so vermochten die Adeligen es nicht, ihre Steuer-freyheit dnrchzusetzen.
Da indeß die meisten Landsaßen nicht kamen, theilsweil sie die Kosten scheuten, theils weil sie wenig Ver-gnügen am Hoflager ihres Landesherr» finden mochten,da sie sich überall von den andern Landsaßen verdunkeltsahen, so zur adeligen Dienstmannschaft des Herzogthumsund Marschallamts Westphalen gehörten, so waren aufdiesen Landtagen gewöhnlich die Dienstleute allein. Denndiese konnten nicht auc-bleiben, da sie als Dieustleute ver-