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alle reicht, ohne daß jemand verhungert, obgleich vielehungern. Hohe Steuern bringen dieselbe Wirkung hervor.Man darf wohl annehmen, daß damals die geringenBauern sich auch njcht haben satt essen dürfen, um nurso viel mehr Lebensmittel verkaufen, und die Steuern be-zahlen zu können. Der Ausdruck der Landstande: „daß„dem Bauer nichts zur Erhaltung seines armseligen Le-„ bens übrig bleibe," ist wohl buchstäblich wahr gewesen.
Wenn man Urkunden und Aktenstücke aus früher»Zeiten liest, und dieses gehört doch mit zur historischenSchule: so sieht man, daß es jetzt besser in der Welt ist,wie früher. Denn der jetzige Zustand der Gesellschaft,wobey eö den Bauern viel besser geht als früher, mußdoch auch wirklich der bessere seyn, da der Stand der Acker-bauern drey Viertel der ganzen Bevölkerung ausmacht.
Die Bauern haben aber offenbar seit dem Jahre 1719am Rheine ungemein gewonnen, obgleich der Stand derGeistlichen und der Edelleute sehr verloren haben mag,welches schon daraus hervorgeht, daß beyde beynahe völ-lig erloschen sind.
Berechnet man die Steuern von 171s nach den da-maligen Fruchtpreisen, und reducirt diese auf die jetzigenSilberpreise: so findet man, daß damals in den LändernBerg und Jülich auf den Kopf 4 Berl. Thaler blos anGrundsteuer kamen, so in die landesherrlichen Kaffen gin-gen. Außerdem hafteten noch 2 Mill. Gemeindeschuldenauf dem Lande, von denen die Gemeinden die Zinsenunmittelbar beyzubringen hatten. Da alle diese Abgabenblos vom steuerbaren Gute mußten beygebracht werden,indem die Besitzungen des Adels Oid der Geistlichkeit
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