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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
Seite
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tionsstener gemein hat, daß der Eonsument sie bezahlt,der Steuernde sie aber blos vorschießt.

Wenn dieses nicht wäre, so würde sich die merkwür-dige Erfahrung, so man im Steuerwesen gemacht hat,nicht erklären lassen, nämlich die: daß man in einemZeiträume von 12 Jahren die Steuern verfünffachenkönnte, ohne daß der Wohlstand des Landes dadurch ge-litten, wie solches aus der Geschichte des Steuerwescnsim Herzogthum Wcstphalen hervvrgeht.

Ich muß bitten, hier den folgenden zweyten Aufsatz:Ueber die Steuern in Westphalen im isten und I 9 tenJahrhundert, durchzulesen, da ich in diesem die merk-würdige Tharsache vollständig auseinandergesetzt habe.

Dann muß man noch in Betracht ziehen, daß jetztdie Steuern viel größere Summen in Silber aufbringen,alS vor 100 Jahren, und daß dieses vom Fallen desWerthes vom Silber herrührt, der seit 100 Jahren ummehr als die Hälfte abgenommen. Um sich hierin keineIllusion zu machen, so muß man diese Rechnungen im-mer in Korn führen. Denn in jedem Scheffel Kornsteckte vor 100 Jahren eben so viel Schweiß, Mühe undTagelohn wie jetzt, wenn man nämlich den Tagelohnauch wieder in Frucht rechnet. Ein Morgen Ackerland,der damals für die zweyte Garbe verpachtet war, trugseinem Besitzer eben so viel ein, als jetzt, wenn ihn derUrenkel ebenfalls für die zweyte Garbe verpachtet hat,und dieser und sein Urgroßvater können eben so oft Brodhiervon backen.

Allein das macht jetzt einen großen Unterschied, daßauf dem linken Rheinufer der Zehnte aufgehoben worden.