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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
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Kosten gespart. Was es aber der Stadt bisher einge-tragen , das solle ihr aus der Regierungskasse ersetzt wer-den. War man erst so weit, daß man in Besitz war,so veränderte man das Octroi, warf die Sätze durchein-ander, erhöhete sie, und zahlte der Stadt immer ihrenalten Satz, auch wenn man mit Hülfe des Octroi dop-pelt so viel von ihr erhob. *)

Man hat diese Octroi auch in solchen Städten undFreyheitcn erhoben, die weder Graben noch Mauren ha-ben, sondern nach allen Seiten offen sind, wie z. B. El-berfeld. Eben so hat man sie in solchen erhoben, dieblos mit einem Graben umgeben, wie z. B. Düsseldorf,wo aber selbst von diesem Graben nur ein geringer Ge-brauch bey der Erhebung gemacht wurde, indem die Ac-cisebureanr nicht an die Stadt, sondern auf die Grenzeihrer Bannmeile in die auswärtige Bürgerschaft gelegtwurden.

Diese Octroi hatten sehr niedrige Sätze, z. B. fürdas Maaß Branutewein i Stüber, für das Pfund FleischH Stüber, woher sie dann wenig umgangen wurden,und eine sehr geringe Controlle verlangten.

Dabey trugen sie bedeurende Summen, weil sie die

0 Der berühmte Proceß wegen des Octroi von Antwerpenist bekannt. Die Stadt wurde dabey um mehrere Millionenbetrogen, der Präfekt, der Generalsekretär, der Maire wa-ren mit herein verwickelt. Endlich kam die Sache zur Klage.Die Stadt mußte ungeheure Einregistrirungskosten bezahlen,da die Summe, wegen der sie klagte, so groß war und dieGeschwornen spracben die Angeklagten frey. Napoleon ließdas Urtheil durch den Senat brechen. Dieses war das ersteGeschwornenurthell, so in Frankreich gebrochen wurde.