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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
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6 .

Die Salz st euer.

^gst alle Staaten haben eine Sglzstener und überall hatsie sich verhaßt gemacht. In Frankreich bestand sie un-ter dem Namen der Gabelle. Da die Regierung sie anGeneral-Pachter gegeben, so benutzten diese sie, um sichmit dem Schweiße des Volks zu bereichern, von dem siedoppelt und dreyfach so viel nahmen, als die ganze Steuerdem Könige eiubrachte. Die Anekdote von Heinrichdem IV., Sully und Montmorcncy ist bekannt. *)

Allein auch da, wo man die Salzstener nicht anGeneralpachter gegeben, sondern wo die Regierung sie

Heinrich hatte dem Connetable vonMontmorency eine Rentevon 26000 Livres auf die Gabelle von Artois angewiesen undihm diese selber zum Empfang überlassen. Der Connetableüberließ sie wieder an einen Generalpächter. Sully zog diesePachtung ein, und wies dem Connetable 26000 Livres ausden königlichen Schatz an. Der Connetable beschwerte sichhierüber beym Könige. Dieser, der alles ganz kurz faßte,rief Sully, der in einem Nebenzimmer arbeitete, herein,und fragte ihn: wie die Sache liege? Sully antwortete:Die Sache verhalte sich so; aber ob der Connetable zweifle,daß er seine 26000 Livres jetzt weniger richtig ausgezahlt be-komme als früher? Nein, sagte der Connetable, allein