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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
Seite
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strenge und scharf von dem Empfange derselben ge-trennt, hat die Freyheit und die Unabhängigkeit derSteuerpflichtigen ungemein gewonnen. Zu welchen unge-heuren Mißbrauchen es führt, wenn beyde Theile nichtscharf getrennt flnd, das sieht man in der Geschichte desMailänder Steuerwescns, so der Herr Graf Carli be-kannt gemacht hat.

Dort waren alle Gemeinen in eine völlige Abhängig-keit von ihren Steuerempfängern gekommen, und dieseshat so fortgedauert bis 1759 , wo das Cataster vollendetwurde, und nun endlich Ordnung auf die endlose Ver-wirrung des Steuerwescns folgte.

Die Verfertigung der Rollen, so wichtig sie ist, ko-stet in einem Jahrhundert doch bey weitem so viel nicht,wie die Einziehung der Steuern in einem Viertel-Jahr-hunderte kostet. Die Einziehung der Grundsteuer ko-stet in Frankreich 6 p. C. an die Unter-Empfänger und andie General-Empfänger. Bey einem Staate, der einejährliche Grundsteuer von 15 Millionen hat, macht die-ses in 100 Jahren auf 1500 Millionen Grundsteuer 90Millionen Hebungökosten. Die Verfertigung der Rollenkostet aber, einschließlich der io Millionen fürs Cata-ster und einschließlich der 20 jährige» Revision, wahr-scheinlich keine 20 Millionen in ioo Jahren. Und viel-leicht lassen sich diese 20 Millionen noch ganz in den 90Millionen der Hehnngskosten ersparen. Denn es ist be-kannt, daß, je vollkommener die Rollen sind, die Ein-ziehung der Steuer um so leichter ist, und man den Un-ter-Empfängern einen desto größeren Distrikt zum Empfanggeben kann. Je größer ihr Distrikt, je größer ihre Ein-