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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
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«nd vermehrt. Die Gesetzgebung von 1810, so den Guts»nerus aufgehoben, befördert dieses, und es wird sichauch in diesen Provinzen bald ein zahlrei-cher Stand freyer Ackerbauer bilden.

Die Natur liebt Eigenthum," sagt Möser,und der freye Mensch hat einen natürlichen Trieb, Grund-eigeuthum zu erwerben, weil mit dem Besitze von Grund-eigcnthum auch auf dem Dorfe stets Ehre verknüpft ist,und weil der freye Mensch empfänglich fürdie Ehre ist.

Um diesen Trieb zu befriedigen, arbeitet rer mitgroßer Anstrengung und hält das Erworbene wieder mitgenauer Sparsamkeit zusammen. Eine gewisse Wohlha-benheit ist eine Folge davon, und man pflegt dann zusagen: Der Bauer hat Geld.

Der Bauer legt aber sein Geld am liebsten in Län-dereyen an, deren Werth und deren Ertrag er kennt,und die ihm sicher sind. Auf Zinsen stellen undsein Geld zu den Wechslern tragen, das ist seine Sachenicht. Hat aber der Bauer Geld, so wird dasGrundeigenthum, so verkauft wird, immer sehr theuerbezahlt, besonders wenn cs kleine Parcelen sind, die vie-len Käufern zugänglich sind. Hierdurch steigr derWerth des Bodens, jedermann hält sich für reicher wiefrüher, und da jeder so am Reichwerden ist, oder es auchnur glaubt, stets geneigt ist seinen Reichtlmm zu vermeh-re», so entsteht eine ungemeine Thätigkeit in der Land-schaft und im bürgerlichen Verkehr. Wie hat diesesbey uns seit 1795 nicht zugenvmmen? Und diese Thä-tigkeit ist dann wieder eine Mutter der Wohlhabenheit.