einzelne Rheinländer im Durchschnitte eben so viel zu denStaatslasten beytragen solle, als der einzelne Bewohnerder andern Provinzen des Staates; denn eben in denRheinlanden wird am lebhaftesten anerkannt und geltendgemacht, welchen Vorzug ihre Bewohner durch höhereBodenkultur und regeren Gewerbfleiß, durch alt herge-brachte persönliche Freyhcit, durch Abstellung der Zehntenund Bannrechte, und durch die neuen Einrichtungen ge-nießen, welche sie aus den Stürmen der letzten dreyßigJahre gerettet haben.
Die Nachbarn der Rheinlands, die Bewohner Frank-reichs und der Niederlande, tragen durchschnittlich, jeneüber sechs, diese über sieben Thaler Abgaben vom Kopfe.Was vorstehend gefordert wird, betragt nur 3 Thaler7 Groschen 9 Pfenninge vom Inwohner im Durch-schnitte. Die 5,151652 Thaler, welche die Rheinlandebis jetzt zahlen, betragen nur zwey Thaler sechszehn Gro-schen acht Pfenninge vom Kopfe, das ist sehr viel we-niger, als in allen größer» Staaten Deutschlands schonvor den letzten schweren Kriegen gezahlt wurde. Die ei-genthümlichcu Abgaben der Rheinprovinzcn von 4,041834Thalern, deren Höhe so lebhaft beklagt wird, betragennur zwey Thaler zwey Groschen zehn Pfennige durch-schnittlich von jedem Bewohner. Drücken sie dennochEinzelne, was gern nicht bezweifelt wird: so kann nurdie ungleiche Vcrtheilnng der Last diesen Druck verur-sachen. Die Vertheilung aber ist nicht von der preußi-schen Regierung ausgegangcn, und die gesetzlichen Mit-tel zur Ausgleichung durch die Catasirirung bestehen fort-