rundet sind und durch ihr Zollsystem den übrigenVerkehr Deutschland's weniger berühren, als wennein Staat wie Preußen solches thut, der von Me-mel bis Trier in einer Länge von 250 Meilen einefast ununterbrochene Zolllinie bildet.
Jndeß ist dann doch von der anderen Seitenicht zu leugnen, daß die meisten diese Urtheile irrigwaren, weil die Redenden sich nicht die Mühe ge-nommen, den Gegenstand, über den sie redeten,vorher genau kennen zu lernen, — welches freylichnicht ganz leicht seyn mag, daö aber nichts desto-weniger nothwendig, wenn man sich mit seinen Re-den nicht im weitem Leeren verlieren will.
Die Gesellschaft der Actionäre, die den Staatbilden, bedarf für ihre gesellschaftlichen Zwecke großeSummen, und die Summen muß sie unter sich aufdie eine oder die andere Weise aufbringen. — Wennsie in schweren und harten Zeiten Schulden gemachthat, so muß sie diese im Frieden, wenn die Zeitenbesser sind, wieder abtragen, und es ist bekannt,daß Preußen jährlich io4 Millionen Thaler Zinsenzu bezahlen hat, da es über 200 Millionen ThalerSchulden gemacht.
Ebenfalls ist bekannt, daß seine Kriegöeinrichtungnebst dem Festungsbaue jährlich über 16 Millionen ko-stet. Für die Kriegseinrichtung, für die Verzinsungseiner Staatsschuld und für die Abtragung des Ka-pitals bedarf es also allein 37 Millionen Thaler,wenn man annimmt, daß es jährlich auch 10^ Mil-lionen an Kapital zurückzahlt.