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Die Herrmannsschlacht.
Fünfter Auftritt.
(Thusnelda und Lrnlidius)
Üentidins.
Vergieb, erlauchte Frau, dein "Freund' des Hauses,
Wenn er den Fuß unaufgerufenIn deine göttergleiche Nähe setzt.
Bon deiner Lippe hört' ich gern,
Wie du die Nacht, nach jenem Schreck, der gesternDein junges Herz erschütterte, geschlummert?
Thusireld a.
Nicht eben gut, VentidinS. Mein Gemüth
War von der Jagd noch ganz des wilden Urs erfüllt.
Vom Bogen sandt' ich tausendmal den Pfeil,
Und immerfort sah ich das Thier
Mit cingestämmten Hörnern ans mich stürzen.
Ein fürchterlicher Tod, Ventidins,
Solch' einem Ungeheu'r erliegen!
Arminius sagte scherzend heut,
Ich hätte durch die ganze Nacht,
Ventidius! Ventidins! gerufen.
Ucntidius.
(läßt sich leidenschaftlich vor ihr nieder, >md ergreift ihre Hand)Wie selig bin ich, Königin,
Dir ein Gefühl entlockt zu haben!
Was für ein Strahl der Wonne strömt,
Mir unerträglich alle Glieder lahmend,
Durch den entzückten Busen hin,
Sagt mir dein süßer Mund, daß du bei dem GedankenAn mich empfindest — wär's auch die unscheinbareEmpfindung nur des Danks, verehrte Frau,