Zweiter Akt. Erster Auftritt.
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Als ob ein Geist erstünde nnd mir sagte,
Daß mir das Schicksal hier nicht günstig wäre.
denlidins.
Gewiß! die Weisheit, die dn mir entfaltest,
Füllt mit Bewundrung mich. — Zudem muß ich dir sagen,Daß so, wie nun die Sachen dringend stehn,
O Herr, dir keine Wahl mehr bleibt,
Daß du dich zwischen Marbod nnd AugustusNothwendig jetzt entscheiden mußt;
Daß dieses Sueven Macht im Reich GermaniensZu ungeheuer anwuchs; daß AugustusDie Oberherrschaft keinem gönnen kann,
Der, auf ein Heer, wie Marbod, trotzend,
Sich selbst sic nur verdanken will; ja, wennEr je ein Oberhaupt der Deutschen anerkennt,
Ein Fürst es sein muß, das begreifst dn,
Den er durch einen Schritt, vcrhängnißvoll wie dieser,
Ans immer seinem Thron verbinden kann.
Herrmann, ftiach einer kurzen Pause)
Wenn dn die Aussicht mir eröffnen könntest,
Ventidins, daß mir
Die höchste Herrschgewalt in Deutschland zngedacht:
So würd' Augustus, das versichr' ich dich,
Den wärmsten Freund würd' er an mir erhalten. —
Denn dieses Ziel, das darf ich dir gestehn,
Reizt meinen Ehrgeiz, und mit Neid ,
Seh' ich den Marbod ihm entgegeneilen.
Lcntidius.
Mein Fürst! das ist kein Zweifel mehr.
Glaub nicht, was Meuterei hier ausgesprengt,
Ein Neffe werd' Augnst's, sobald es nur erobert,
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