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Die Herrmannsschlacht.
Da finden Raub und Mord und Brand sich,
Der höllentstiegenc Geschwisterreigcn, ein,
Und selbst das Beil oft hält sie nicht zurück.
Meinst du nicht, alles wohl erwogen,
Daß ich im Stande war', alleinCheruSka vor dem Marbod zu beschützen?
Lcntidius.
Nein, nein, mein Fürst! den Wahn, ich bitte dich, entferne!Gewiß, die Schaaren, die du führst, sic bildenEin würdig kleines Heer, jedoch bedenke,
Mit welchem Feind' du es zu thun!
Marbod, das Kind des Glücks, der Fürst der Sneven ist's,Der, von den Niesenbergen niederrollend,
Stets siegreich, wie ein Ball von Schnee, sich groß gewälzt.Wo ist der Wall, um solchem Sturz zu wehren?
Die Römer werden Mühe haben,
Die weltbesicgeuden, wie mehr, o Herr, denn du,
Dein Reich vor der Verschüttung zu beschirmen.
Herrmann.
Freilich! freilich! du hast zu sehr nur Recht.
Das Schicksal, das im Reich der Sterne waltet,
Ihn hat es in der Luft des KriegsZu einem Helden rüstig groß gezogen,
Dagegen mir, du weißt, das sanftre Ziel sich steckte:
Dem Weib, das mir vermählt, der Gatte,
Ein Vater meinen süßen ^Kindern,
Und meinen! Volk ein guter Fürst zu sein.
Seit jener Mordschlacht, die den Ariovist vernichtet,
Hab' ich im Felde mich nicht mehr gezeigt;
Die Weisung wcrd' ich nimmermehr vergessen:
Es war im Augenblick der gräßlichen Verwirrung