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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Prinz Friedrich von Hornburg.

Wr Vetter Homburg dich um Gnade stehn!

Ich will ihn nicht für mich erhalten wissen

Mein Herz begehrt sein und gesteht es dir;

Ich will ihn nicht sür mich erhalten wissen

Mag er sich welchem Weib' er will vermählen;

Ich will nur, daß er da sei, lieber Oheim,

Für sich, selbstständig, frei und unabhängig,

Wie eine Blume, die mir wohlgesällt.

Dies fleh' ich dich, mein höchster Herr und Freund,Und weiß, solch Flehen wirst du mir erhören.

Kurfürst, lcrhcbt sic)

Mein Töchterchen! was für ein Wort entfiel dir?

Weißt du, was Vetter Homburg jüngst verbrach?

Natalie.

O lieber Oheim!

Kurfürst.

Nun? verbrach er nichts?Natalie.

O diesen Fehltritt, blond mit blauen Augen,

Sen, eh' er noch gestammelt hat: ich bitte!Verzeihung schon vom Boden heben sollte:

Den wirst du nicht mit Füßen von dir weisen!

Den drückst du um die Mutter schon an'L Herz,

Die ihn gebar, und rnsst: komm, weine nicht;

Dm bist so Werth mir wie die Treue selbst!

War's Eifer nicht, im Augenblick des Treffens,

Für deines Namens Ruhm, der ihn verführt,

Die Schranke dcS Gesetzes zu durchbrechen:

Und ach! die Schranke jugendlich durchbrochen,

Trat er dem Lindwurm männlich nicht auf's Haupt?Erst, weil er siegt', ihn kränzen, dann enthaupten,