308
Prinz Friedrich von Homburg.
Halali e. ltrocknet sich die Tbräncn)
Hat man dcnn schon die Leiche aufgefnnden?
Prinz von Homburg.
Ach, mein Geschäft, bis diesen Augenblick,
War Rach- nur an Wrangel; wie vermocht' ich,
Solch' einer Sorge mich bis jetzt zn weih»?
Doch eine Schaar von Männern sandt' ich ans,
Ihn im Gefild des Todes aufznsuchcn:
Vor Nacht noch zweifelsohne trifft er ein.
Natalie.
Wer wird in diesem schauderhaften KampfJetzt diese Schweden Niederhalten? werVor dieser Welt von Feinden uns beschirmen,
Die uns sein Glück, die nnS sein Ruhm erworben?
Prinz von Ho m bürg, lnimmt ihre Hand)
Ich, Fräulein, übernehme enre Sache!
Gin Engel will ich mit dem FlammenschwertAn eures Throns verwaisten Stufen stehn!
Der Knrsürst wollte, eh' das Jahr noch wechselt,
Befreit die Marken sehn; wohlan! ich willVollstrecker solchen letzten Willens sein.
Natalie.
Mein lieber, thcnrer Vetter! lste zieht ihre Hand zurück)
Prinz von Homburg.
O Natalie! ler hält einen Augenblick lnne)Wie denkt ihr über eure Zukunft jetzt?
Natalie.
Ja, was soll ich, nach diesem Wettcrschlag,
Der unter mir den Grund zerreißt, beginnen?
Mir ruht der Vater, mir die theure Mutter,
Im Grab zn Amsterdam; in Schutt und Asche