Vierter Akt. Erster Austritt.
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Der Graf vom Strahl, (hinter der Scene)
Gottschalk! «
Gottschalk.
Gleich, gnädiger Herr, gleich! was befehlt ihr?
Der Graf vom Strahl.
Meine Lanze will ich haben!
E o ttsek a l k. (Hilst das Käthchen in die Steigbügel)
Ich bringe sie schon!
Käthchen.
Das Pferd ist schen.
Gottsch alk. (reißt das Pferd in den Zügel)
Steh, Mordmährc! — So zieh dir Schuh' und Strümpfe ans!
Käthchen. (setzt sich auf einen Stein)
Geschwind!
Der Graf vom Strahl, (außerhalb)
Gottschalk!
Gottschalk.
Gleich, gleich! ich bringe die Lanze schon — Was hast du dennda in der Hand?
Käthchen. (indem sie sich auszieht)
Das Futteral, Lieber, das gestern — nun!
Gottschalk.
Was! das im Feuer zurück blieb?
Käthchen.
Freilich! um das ich gescholten ward. Früh morgens, im Schutt,
heut' sucht' ich nach und durch Gottes Fügung-nun, so!
(sie zerrt sich am Strumpf)
Gottschalk.
Je, was der Teufel! (er nimmt cs ihr aus der Hand) Und unver-sehrt, bei meiner Treu, als wär's Stein! — Was steckt denn drinn?H. v. Kleists Werke. II. Bd. 15