Dritter Akt. Sechster Auftritt.
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Ocr Graf vom Strahl.
Wohlan!
G o 1 t sch a l k. (halblaut zu Käthcheu da sic zittert)
Sei ruhig; fürchte nichts.
Der Gras vom Strahl.
So fern' dich! —
Am Eingang steht ein Knecht, dem gieb den Brief,
Und kehr' des Weges heim, von wo du kamst.
Aälhchr n.
Gut, gut. Dlk wirst mich dir gehorsam finden.
Peitsch' mich nur nicht, bis ich mit Gottschalk sprach. —
(sic kehrt sich zu Gotisch atk um)
Nimm du den Brief.
Gotisch alk.
Gieb her, mein liebes Kind,
Was ist dies für ein Brief? und was enthält er?
Kiithchcn.
Der Brief hier ist vom Graf vom Stein, verstehst du?Ein Anschlag, der noch heut vollführt soll werdenAuf Thnrncck, diese Burg, darin enthalten,
Und auf das schöne Fräulein Kunigunde,
Des Grafen, meines hohen Herren, Braut.
Gottschalk.
Ein Anschlag auf die Burg? cs ist nicht möglich!
Und vom Graf Stein? — Wie kamst du zu dem Brief?Kiithchcn.
Der Brief ward Prior Hatto übergeben,
Als ich mit Vater just, durch Gottes Fügung,
In dessen stiller Klause mich befand.
Der Prior, der verstand den Inhalt nicht,
Und wollt' ihn schon dem Boten wiedergeben;