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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
Entstehung
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Zweiter Akt. Zwölfter Auftritt.

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Der Sattel war's, sonst nichts, an dem ich michUnachtsam stieß, euch hier vom Pferde hebend.

Gräfin.

Ward sie verwundet? Davon weiß ich nichts.

Kunigunde.

ES fand sich, als wir dieses Schloß erreichten,

Daß ihr in Hellen Dropsen Blut entfloß.

Der Graf vom Strahl.

Die Hand selbst, seht ihr, hat es schon vergessen;

Wenn's Freiburg war, dem ich im Kamps um euchDies Blut gezahlt, so kann ich wirklich sagen:

Schlecht war der Preis, um den er euch verkauft.

Kunigunde.

Ihr denkt von seinem Werthe so nicht ich.

lindem sie sich zur Mutter wendet)

Doch wie? Wollt ihr euch, Gnädigste, nicht setzen?

(sie holt einen Stuhl, der Graf bringt die andern. Sie lasten sich sämmtlichnieder)

Gräfin.

Wie denkt ihr über eure Zukunft, Fräulein?

Habt ihr die Lag', in die das Schicksal euchVersetzt, bereits erwogen? wißt ihr schon,

Wie euer Herz darin sich fassen wird?

Kunigunde, (bewegt)

Verehrungswürdige und gnäd'gc Gräfin,

Die Tage die mir zugemessen, denk' ichIn Preis und Dank, in immer glühenderErinn'rnng dessen was für mich gescheht!,

In unauslöschlicher Verehrung eurerUnd eures Hauses, bis auf den letzten Odem,

Der meine Brust bewegt, wenn's mir vergönnt ist,

In Thurneck bei den Meinen hinznbringen.

(sie weint)