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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Das Käthchen von Heilbrvnn.

Rüstsaal bevölkern, und tretet in unruhiger Vcrsainmluiig hier ummich herum, eure ehrwürdigen Locken schüttelnd? Nein, nein, nein!zum Weibe, wenn ich sie gleich liebe, begehr' ich sie nicht; euremstolzen Reigen will ich mich anschließcn: das war beschlossene Sache,noch ehe ihr kamt. Dich aber, Winfried, der ihn führt, dn Erstermeines Namens, Göttlicher mit der Scheitel des Zeus, dich frag'ich, ob die Mutter meines Geschlechts war wie diese: von jederfrommen Tugend strahlender, makelloser an Leib und Seele, mitjedem Liebreiz geschmückter als sie? O Winfried! grauer Alter! ichküsse dir die Hand, und danke dir, daß ich bin; doch hättest du siean die stählerne Brust gedrückt, dn hättest ein Geschlecht von Kö-nigen erzeugt, und Wetter vom Strahl hieße jedes Gebot ans Er-den! Ich weiß, daß ich mich fassen und diese Wunde vernarbenwerde: denn welche Wunde vernarbte nicht der Mensch? Doch wennich jemals ein Weib finde, Käthchen, dir gleich: so will ich die Län-der durchreisen, und die Sprachen der Welt lernen, und Gott Prei-sen in jeder Zunge, die geredet wird.

Zweiter Auftritt.

(Gottschalü, der Graf vom Strahl)

Gotlschalll. (draußen)

Heda! Herr Graf vom Strahl!

Vor Gras vom Strahl.

Was giebt'S?

Goltschalk.

Was znin Henker! ein Bote ist angekommen von eurer Mutter.

Der Gras vom Strahl.

Ein Bote?

G o t I sch a l k.

Gestreckten Laufs, keuchend, mit verhängtem Zügel; mein Seel',