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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
Entstehung
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Erster Akt. Erstrr Austritt.

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ben. Ich fand ihn nicht ans den Spitzen der Gebirge, den Zauber-stab in der Hand, das unsichtbare Reich der Luft abinessen, oder inunterirdischen Höhlen, die kein Strahl erhellt, Beschwörungsformelnaus dem Staub herausmnrmeln. Ich sah den Satan und die Schar-ren, deren Verbrüderten ich ihn nannte, mit Hörnern, Schwänzenund Klauen, wie sie zu Heilbronn über dem Altar abgebildct sind,an seiner Seite nicht. Wenn ihr mich gleichwohl reden lassen wollt,so denke ich es durch eine schlichte Erzählung dessen, was sich znge-tragcn, dahin zu bringen, daß ihr anfbrecht und rust: unser sinddreizehn und der vierzehnte ist der Teufel! zu den Thiiren renntund den Wald, der diese Höhle umgicbt, auf dreihundert Schritteim Umkreis mit euren Tastmänteln und Fedcrhüten besäet.

Graf Dtto.

Nun du alter, wilder Kläger! so rede.

Theobald.

Zuvörderst müßt ihr wissen, ihr Herren, daß mein KäthchcnOstern, die nun verflossen, sunfzehn Jahre alt war; gesund au Leibund Seele wie die ersten Menschen, die geboren worden sein mögen;ein Kind recht nach der Lust Gottes, das heraufging aus der Wüsten,am stillen Feierabend meines Lebens, wie ein gerader Ranch vonMyrrhen und Wachholdern. Ein Wesen von zarterer, frommerer undlieberer Art mögt ihr euch nicht denken, und kämt ihr auf Flügelnder Einbildung zu den lieben kleinen Engeln, die mit Hellen Augenaus den Wolken unter Gottes Händen und Füßen hervorgmken.Ging sie in ihrem bürgerlichen Schmuck über die Straße, den Stroh-hut auf, von gelbem Lack erglänzend, das schwarzsammtene Leibchen,das ihre Brust umschloß, mit feinen Silberkettlein behängt, so liefes flüsternd von allen Fenstern herab: das ist das Käthchcn vonHeilbronn; das Käthchcn von Heilbronn, ihr Herren, als ob derHimmel von Schwaben sie erzeugt, und von seinem Kuß geschwän-gert, die Stadt, die unter ihm liegt, sie geboren hätte. Vettern und