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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Dar Kälbchen oo» Hellbraun.

und Ringe von Gold; und hätte nachher, wenn ich gesprochen: Herrbezahlt mich! geantwortet: Theobald was willst du? ich bin dir nichtsschuldig; oder wäre er vor die Schranken meiner Obrigkeit getretenund hätte meine Ehre mit der Zunge der Schlangen oder wäreer aus dem Dunkel mitternächtlicher Wälder herausgcbrochcn undhätte inein Leben mit Schwert und Dolch angegriffen: so wahr mirGott helfe! ich glaube, ich hätte nicht vor euch geklagt. Ich erlittin drei und fünfzig Jahren, da ich lebe, so viel Unrecht, daß meinerSeele Gefühl nun gegen seinen Stachel wie gepanzert'ist; und wäh-rend ich Waffen schmiede für Andere, die die Mücken stechen, sag'ich selbst zum Skorpion: fort mit dir! und lass ihn fahren. Fried-rich Graf Wetter vom Strahl hat mir mein Kind verführt, meineKatharine. Nehmt ihn, ihr irdischen Schergen Gottes, und über-liefert ihn allen geharnischten Schaaren, die an den Pforten der Höllestehen und ihre glntrothcn Spieße schwenken: ich klage ihn schänd-licher Zauberei, aller Künste der schwarzen Nacht und der Verbrü-derung mit dem Satan an!

E>ras <L>tto.

Meister Theobald von Heilbronn! erwäge wohl, was du sagst.^Du bringst vor, der Graf vom Strahl, uns vielfältig und von gu-ter Hand bekannt, habe dir dein Kind verführt. Du klagst ihn,Hofs' ich, der Zauberei nicht an, weil er deines Kindes Herz vondir abwendig gemacht? weil er ein Mädchen voll rascher Einbildun-gen mit einer Frage wer sie sei, oder wohl gar mit dem bloßenSchein seiner rothcn Wangen, unter dem Helmsturz hervorglühend,oder mit irgend einer andern Kunst des Hellen Mittags, ausgeübtans jedem Jahrmarkt, sllr sich gewonnen hat?

Theobald.

Es ist wahr, ihr Herren, ich sah ihn nicht zur Nachtzeit anMooren und schilfrcichen Gestade», oder wo sonst des Menschen Fußselten erscheint, umherwandeln und mit den Irrlichtern Verkehr trei-