Zweiter Akt. Fünfte Lccne.
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Ilkmene.
Entsetzlicher! was sprichst du da? Kann manIhn frömmer auch und kindlicher verehren?
Verglüht ein Tag, daß ich an seinem AltarNicht für mein Leben dankend und dies Herz,
Für dich auch, du Geliebter, niedersänke?
Warf ich nicht jüngst noch in gestirnter NachtDas Antlitz tief, inbrünstig, vor ihm nieder,
Anbetung, glüh'nd, wie Opferdampf, gen HimmelAns dem Gebrodel des Gefühls entsendend?
Jupiter.
Weshalb warfst du auf's Antlitz dich? — war'S nicht,
Weil in des Blitzes zuckender VerzeichnungDu einen wohlbekannten Zug erkannt?
Älkmene.
Mensch! Schauerlicher! woher weißt du das?
Jupiter.
Wer ist's, dem du an seinem Altar betest?
Ist er's dir wohl, der über Wolken ist?
Kann dein befangner Sinn ihn wohl erfassen?
Kann dein Gefühl, nur an sein Nest gewöhnt,
Zu solchem Fluge wohl die Schwingen wagen?
Ist's nicht Arnphitryon der Geliebte stets,
Vor welchem du im Staube liegst?
IIkmen c.
Ach ich Nnscl'ge, wie verwirrst du mich.
Kann man auch UnwillkührlichcS verschulden?
Soll ich zur weißen Wand des Marmors beten?
Ich brauche Züge, um mir ihn zu denken.
Jupiter.
Siehst du? sagt' ich cs nicht? und meinst du nicht, daß solche