168
Penthesilea.
Durch der Gebirge Windungen heran,
Den Priamns in Troja zu entsetzen.
Am Ufer des Skamandros, hören wir,DeiphobuS auch, der Priamidc, seiAus Jlinm mit einer Schaar gezogen,
Die Königin, die ihm mit Hülfe naht,
Nach Frenndesart zu grüßen. Wir verschlingenDie Straße jetzt, uns zwischen dieser GegnerHeillosem Bnndniß wehrend anfzupflanzen;
Die ganze Nacht durch windet sich der Zug,Doch, bei des Morgens erster Dämmerröthe,"Welch ein Erstaunen faßt' uns, Antiloch,
Da wir in einem weiten Thal vor unsMit des Deiphsbns Jliern im KampfDie Amazonen sehn! Penthesilea,
Wie Sturmwind ein zerrissenes Gewölk,
Weht der Trojaner Reihen vor sich her,
Als galt' es über'n Hellespont hinaus,
Hinweg vom Rund der Erde sie zu blasen.
Antitochus.Seltsam, bei nnserm Gott!
Vdgsscus.
Wir sammeln uns,
Der Trojer Flucht, die wetternd a»s uns einGleich einem Anfall keilt, zu widerstehen,
Und dicht zur Mauer drängen wir die Spieße.Ans-diesen Anblick stutzt der Priamide;
Und wir im kurzen Rath beschließen, gleichDie Amazoncnfürstin zu begrüßen:
Sie auch hat ihren Siegeslauf gehemmt.
War je ein Rath einfältiger und besser?