Druckschrift 
1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen
 

96

Die Familie Schroffciistcin.

Ein jedes unbestochne Urthcil müßteSchnell frei uns sprechen.

Irronimus.

Schnell? Da hast du Unrecht.Als ich Sylvester hörte, Hab' ich schnellIm Geist entschieden, denn sehr würdig wiesDie Schuld er von sich, die man ans ihn bürdet.

Sustach r.

Ist's möglich, du nimmst ihn in Schutz?

Äeronim ns.

Haut mir

Die Hand ab, wenn ich sie meineidig hebe;

Unschuldig ist Sylvester!

Sulla ch r.

Soll ich dir

Mehr glauben, als den Thätern, die es selbstGestanden?

Jeronimns.

Nun, das nenn' ich wieder spaßhaft;

Denn glauben soll ich doch von euch, daß ihrUnschuldig, ob es gleich Johann gestanden.

Enstachc.

Nun über jedwede« Geständniß gehtMein innerstes Gefühl doch.

Jeronimus.

Grad' so spricht Sylvester,Doch mit dem Unterschied, daß ich's ihm glaube.

S u st a ch r.

Wenn jene That wie diese ist beschaffen

Ärronimus.

Für jene, für Sylvesters Unschuld, steh' ich.