Erster Aufzug. Erste Scene.
John n n.
Du nahmst das Leben mir mit diesem Schleier.
Denn einer heiligen Reliquie gleichBewahrt er mir das Angedenken anDen Augenblick, wo segensreich, heilbringend,
Ein Gott in's Leben mich, in's ew'gc führte.
i 1 okar. ,
Wahrhaftig? — Also fandst du ihn wohl nicht?
Er ward dir wohl geschenkt? Ward er? Nun sprich.
Iohan n.
Fünf Wochen sind's — nein, morgen sind's fünf WochenAls sein gcsammt beritt'neö JagdgcfolgeDein Vater in die Forsten führte. GleichVom Platz, wie ein gekrümmtes Fischbein, flogDas ganze Noßgewimmel ab in's Feld.
Mein Pferd, ein nngcbändigt türkisches,
' Von Hörnerklang und Peitschenschall und Hund-Geklaff' verwildert, eilt ein eilendesVorüber nach dein andern, streckt das HauptVor deines Vaters Roß schon an der Spitze —
Gewaltig rück' ich in die Zügel; dochAls hätt's ein Sporn getroffen, nun erst greiftEs ans, und aus dem Zuge, wie der PfeilAns feinem Bogen, fliegt's dahin — rechts umIn einer Wildbahn reiß' ich es bergan —
Und weil ich meinen Blicken auf dem Fuß« Muß folgen, eh' ich, was ich sehe, wahr
Kann nehmen, stürz' ich, Roß und Reiter, schonHinab in einen Strom. —
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Nun Gott sei Dank,
H. o. Kleists Werke. I. Bd. 2 «
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