Druckschrift 
1 (1853)
Entstehung
Seite
459
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Gottfrieds Schule.

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Arthur, wie die Viltinasage um Dietrich, die verschiedenen berühmtenHelden des Sagenkreises zu gruppiren suchte. Da aber dieses Werk ver-loren ist, so müssen wir uns mit der kurzen Erwähnung von Heinrich'svon dem Türlein"^) Gedichte von der sAbenteuerj Krone be-gnügen, das mehr darauf ausgeht, bekannte Secnen und Abenteuer, alsHelden und Abenteurer zusammenzustelleu. In diesem Werke, das über30000 Verse stark ist und sich in sofern an den fortgesetzten Willehalmund Konrad's trojanischen Krieg anreiht, begegnet uns nichts, als waswir aus den frühem Romanen dieser Gattung schon längst wissen. DerZeit nach gehört es noch in die erste Hälfte des 13. Jahrh. (um 1220).Heinrich kennt noch Keinen der spätem Spruchdichter, er beklagt als Ge-storbene lauter Namen, die noch thcilweise in die gute Zeit Friedrichs I.gehören^); auch ist seine Manier mehr die des Rudolf vou Ems,der ihn in der AlerandreiS rühmend erwähnt. Von Gelehrsamkeit ist nochgeringe Spur, am wenigsten von einer Absicht damit zu prunken; erlehnt sich dicht an die sämmtlichen ältern Bearbeiter der Arthursage,ist von der ganzen Art der Wolframisten frei, preist den Wirnt und ge-braucht dessen Absätze, die mit drei gleichen Reimen schließen; er hat denHartmann und Reimar (den Alten) zu Vorbildern, mit deren Hinganger auch den alten Fraucnprcis als ausgegangen beklagt. Alles erinnertan die Nachahmer des Gottfried. Wie Konrad freut er sich der franzö-sischen Worte und der griechischen Mythologie, freuet sich der Pracht-häufung und übertriebenen Beschreibung, wie Er zwingt er sich zu einerLebendigkeit, einer Fülle, einem Glanze und zu allem Möglichen, wassich nicht erzwingen läßt. Nicht ganz hat er den pathetischeren Ernst desKonrad; es scheint, er strebt nach Gottfried's Heiterkeit, er will in seineleichte Art cingehen, allein er weiß dabei Gottfried's Würde nicht zuhalten, so wie umgekehrt die Wolframisten die Feierlichkeit und den Ernstihres Meisters festhalten, aber darüber den ironischen Hauch fallen lassen,

415) AuSg. von Scholl in den Schriften des lit. Vereins. 1852. Der Dichterist nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter Ulrich. Den Namen Ueinnieus a,,udxontulam hat On. Roth in einer Urkunde des Reichsstiftes Niedermiinster zu RegenS-l'urg vom I. 1240 nachgewiesen. Kleine Beiträge zur deutschen Sprach-, GeschichtS-und OrtSforschung. 1850. I, 7»

416) V. 2438.

Oneli muor ioli Klagen «Ion von List, den guoten Dietmaren,uns Oie andern die da rvören in sül unde in drucke:

Deinried von Nucke, unii von linsen dridericd,

von Ouotcndure slolricd, und den reine Ilüc von 8alrä.