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1 (1853)
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457
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Gottfrieds Schule.

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Anzahl von solchen britischen Romanen besitzen wir, die Rudolf nichtnennt. Wig amurE) gehört noch in die bessere Zeit; er ist dem Tan-häuser schon bekannt, und es ist eine dichterische Gewandtheit und eineGeläufigkeit der Sprache darin sichtbar, die an der Scheide des 13. und14. Jahrh. schon selten wird; ein Gedicht des ganz gewöhnlichen Schlagsdieser Gattung, und was den Inhalt angeht wie der Roman von Clieseine platte Erfindung. Konrad von Stosfels Gauriel von Mon-tabelE), der Ritter mit dem Bock, hat sich gefunden. Der Dichterlebte in Straßburg, in dem Vaterlandc Gottsried'S, nach welcher Gegenduns auch die Rudolf und Konrad, die Vertreter dieser Gottfried'schenRichtung führen. Er bezieht sich im Anfänge des Gedichtes ans Gott-fried, Hartmann und Wolfram, und es macht ihm Ungemach, daß ihrerKeiner seines Ritters gedacht; in seiner Erzählung dagegen treffen wirauf die guten Bekannten Jwein, Erek u. A., wie auf die bekanntenAbenteuer aller britischen Romane. Von dem Plei er, von dem frühernur Tandarios und Flvrdibel"") bekannt war, hat Karajan in seinerFrühlingsgabe einen Garel vom blühenden Thale nachgewiescn. DieReihe der Werke dieses, nach dem Namen zu schließen, österreichischenDichters vermehrt sich nun noch durch einen von Franz Pfeiffer aufge-fundcuen Meleranz von Frankreich s"), den er, mit Bescheidenheit aufdie Meister Wolfram und Hartmann znrückblickend, aus dem Französi-schen übertrug. Vielleicht übergibt nun Jemand die drei Werke zusam-men dem Drucke. Ein eben so fruchtbarer niederdeutscher (Lüneburger)Dichter ist gleichfalls erst in neuerer Zeit bekannt geworden, Bertholdvon Holle. Die Bruchstücke, die von seinem Crane erhalten sind,dessen Stoff ihm von HerzogJohann vonBraunschwcig (regierte 125277) erzählt ward, weisen ans den früher erwähnten Grafen Rudolf

408) In den Gedd. d. Mittelalters von Büsching u. v. d. Hagen. Bd. I.

400) Die Handschrift der fürstl. Fürstenbergisch. Bibl. in Dvnaueschingen ist mirdurch Fr. Pfeiffer'S gütige Mittheilung bekannt geworden. Des Dichters Name ist Kon-rad, nicht Kunhart. Laßberg wies die Brüder Pilgrin und Konrad von Hohenstoffelurkundlich nach; der Name KonradS kommt zuletzt 1284 vor. Gegen Ende des Ge-dichtes nennt er sich:

Von Llolket melsler Lunnrüt der rvas ein rverder krier manIiüt dar Iiuoeli getilitel, rua Hispanfa er dar Inioeli gervan.

mit rimea beribtet,

410) (lod. pal. 370.

411) Hs. in Donaueschingen vom I. 1480. Der Dichter nennt sich am Anfangund am Ende des Gedichtes.