Wolfram von Eschenbach.
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der Jongleurs seine Thaten mit denen des Wilhelm Fierabras, desSohnes Tankreds von Hauterivc, und des Wilhelm Langschwert vonNormandie. Wir können die Veränderungen nicht verfolgen, unter denendiese Lieder allmählig zu einem der umfassendsten Dichtwerke, einergroßen Gruppe von verschiedenen Branchen anwuchsen; zusammen mit dervorgeschobenen Geste von Annen, Wilhelm's Vater (einer der charak-teristischen Erweiterungen, mit denen man um die alten und geschicht-lichen Helden des national-französischen Epos in ab- und ausstcigcndcrLinie Vorfahren und Nachkommen zu versammeln liebte), enthält derganze Cyelns an 90000 zehn- oder zwölfsilbige Verse. In jüngere fran-zösische Bearbeitungen sind schon Züge der Artussagc eingedrungen ^»),von denen die älteren, zwischen Reim und Assonanz schwankenden um dieMitte des 12. Jahrh. entstandenen noch rein sind. Eine solche ältereBearbeitung hatte Wolfram vor sich; seine unmittelbare Quelle, die ihmLandgraf Hermann verschaffte'^), ist übrigens verloren. Wahrschein-lich kannte Wolfram die verschiedenen Branchen alle; er that aber wiemit dem Gralgcdichte Kiot's: er behandelte, seinem gesunden Sinnefolgend, von der massenhaften Sage nur einen Theil, in dem er den An-fang mit Absicht ansschied und das Ende liegen ließ. Obgleich Wolframim Willchalm in seiner Manier derselbe ist wie im Parzival, so ist dochdie Ausführung, wie Lachmann bemerkte, feiner und gebildeter, undder Ton im Allgemeinen ein anderer; er erinnert unmittelbar an denPfaffen Konrad und den Ton der französischen Volksromane überhaupt.Es war wohl natürlich, daß den frommen, christlichen Sänger diesefränkischen Sagen mehr anziehen mußten, als die hohlen britischen Ro-mane; und daß auch die deutschen Zeitgenossen diesen weitberühmtenStoff mitLiebe aufgriffen, beweisen die Bruchstücke anderer Bearbeitungendieser Sage, die sich gesunden haben ^'), so wie zwei Fortsetzungen undeine lateinische Ucbersetznng, die Wolfram'ö Werk im 13. Jahrh. erfahren
3t>9) v>'. C. Hofmann,lüber ein Fragment des Gnillamne d'Orange. München1851.— Nach einer Notiz in diesem Schriftchen ist P. Paris mit einer umfassendenArbeit über den ganzen Sagencyclus von Guillanme au ovurt ner beschäftigt.
370) Wiliehalm 3, 8»
I,aatgrak von Oüimgen Ilerman lei min dir mmr von im bekam,er iat en I'ranro)'s genant kuns Orviilams <Ie Orangis.
371) Bruchstücke eines niederrheinischen, auch aus dem Französischen stammendenWilhelm find in Kitzingen gefunden ( s. Reuß , Fragmente eines alten Gedichtes vonden Heldenthaten der Kreuzfahrer im h. Lande. Kitzingen 1839.) und in Gent (vgl.Willems im belgischen Museum 1842. 2. Lief.).