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1 (1853)
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Blüte der ritterlichen Lyrik und Epopöe.

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dcsOresteS, gleich. Ortwin will sie nicht aus der Barke mit sich nehmen:die man ihm im Sturme nahm, mag er nicht stehlen. Sic fahren hinweg,im stolzen Selbstgefühle wirst Kudrun die Kleider, die sic waschen sollte,in die Sec, und als sie heim kommt, wendet sie die drohende entehrendeStrafe ab, indem sie sich willig erklärt, dem Hartmut anzngchörcn. Siebadet und kleidet sich, sie heißt Hartmut listig Boten nach seinen Freun-den missenden, nm die Zahl der Vertheidigcr zu schwächen, ihr freudigesLachen vcrräth sic der Gerlinde. Als die zwei jungen Helden zu ihremHeere zurückkvmmen, verkünden sic, wie wunderbar sie ans Kudrun ge-stoßen, lind wie sic sic waschend gefunden. Die Kriegsleme weinen; deralte Wate sicht sic zornig an und sagt: ihr geberdct euch wie die Weiber;sorgt vielmehr, daß ihr die Kleider roth macht, die ihre Hände weiß ge-waschen haben. Des Nachts noch sollen sic aufbrcchen nach Hartmut'öBurg, die Luft sei heiter, der Mond scheine hell. Dies geschieht; als derMorgenstern aufgeht, späht eine von Kudrun's Frauen, die den Preisverdienen wollte, den sie derjenigen versprochen hatte, die ihr des nächstenTageS Schein zuerst verkünden würde, auS dem Fenster und sicht Helmeund Schilde vor der Burg leuchten; der Wächter ruft die Helden Ludwig'szu den Waffen, Gerlindcu ahnt, daß sie heute Kudrun's Lachen thcuerbezahlen müsse, und Hartmut zeigt ihr jetzt zum erstenmal seinen Zornüber Kudrun's Mißhandlung, und weist sie an ihr Weibergeschäst, alssie ihm räth sich belagern zu lassen und nicht auszuziehen. Er beginntden Kampf mit Ehre, verwundet Ortwin und Horcand, und auch Her-wig besteht schlecht beim Zusammentreffen mit dem alten Ludwig, aberdas zweitemal schlägt er ihm das Haupt ab. Den Hartmut schneidetWate von dem Thorc ab, als schon das Wehcgeschrci aus der Burg überLudwig's Fall ihm BöseS verkündet; Gerlinde bot großen Lohn, wer ihrKudrun erschlüge, und schon wollte einer ihrer Leute diesen Preis ver-dienen, als ihm aus das Hülfgeschrci der Kudrun in den Fenstern Hart-mut edelmüthig von unten wehrte. Orlrun bittet die Kudrun im Jam-mer um ihren gefallenen Vater, den Wate und Hartmut zu trennen, siefordert dazu den Herwig ans, der aber mit Worten und Waffen den altenWate vergebens zur Schonung zu bewegen sucht. Hartmut wird gefan-gen, Wate stürmt die Burg und grundsätzlich schont er nicht die ungc-borcncn Kinder: denn wüchsen sie auf,so würde er ihnen nicht mehrtrauen, als einem wilden Sachsen." Ortrun und Gerlinde suchen Schutzbei Kudrun; als der grimmige Mann mit knirschenden Zähnen, mitforschenden Augen, mit ellenbreitem Barte naht, gelingt es ihr die Ortrunzu retten, aber die Gerlinde wird ihm verrathen und büßt mit ihrem