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1 (1853)
Entstehung
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301
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Minncgcsang.

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ausmachcn oder zu dm reizendsten Episoden dienen müßte. Wir glaubendie Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit dieser Wendung in der neuernKunst ganz zu erkennen. In unserer Welt, wo aus dem Leben die Poesievöllig entschwand, wo Bedürfnisse, die Schwierigkeit des Lebensunter-halts, die angestrengte Thätigkeit des Kopfes und der Hände, wo Allesdarauf hinstrcbt, den Verstand und den praktischen Sinn auf Kosten desGemüthö allein zu bilden, konnte die Dichtung, falls sie sich überhauptbehaupten wollte, nicht besser thnn, als wenn sie sich des eben reifendenJünglings, wenn die erste Gcschlechtsliebe ihn sinnig und weich macht,gewaltig bemächtigte. Sie mußte ihn bei dieser seiner inneren Beschäfti-gung fassen, von da ans sein sittliches Wesen zu reinigen, von da ihnfür alles Gute und Schöne empfänglich zu machen suchen. ES frage sichJeder unter uns, der Sinn für EdlcS und Gutes in sich hat, ob er ihnder Erziehung, der Schule, dem Umgang, der Rcligionslchrc mehr zuverdanken habe, als (von der angeborenen Natur abgesehen) den Grund-sätzen, die sich in solchen Jahren mitten in der ersten gemüthlichen Ver-senkung bilden und ihren äußeren Anstoß gewöhnlich von neuerer Dich-tung erhalten, die erst in diesen Jahren anfängt, für den Jüngling Reizzu bekommen, weil ihn jetzt erst jenes Vorherrschende in ihrem Inhalteergreift. Die heilige und sanfte Stimmung deS Menschen in dieser Zeit,im Vereine mit einer Dichtkunst, die diese Stimmung hervorznrufen undzu unterhalten ganz geeignet ist, hält in uns allein eine ideale Seite ge-gen die äußerliche Welt aufrecht. Denn jene Zeit setzt sich noch überRang und Stände, über Brodsorgcn und Convenienzcn und Alles, wasan unserer edleren Natur gefährlich nagt, hinweg; und sic setzt den Mannin eine enge Beziehung zu dem Weibe, das in der neuen Zeit die poeti-sche Seite der Gesellschaft bildet, wie eö in der alten Welt der Mannthat, weil ehemals ans dem Manne, wie heutzutage auf dem Weibe dieLast des Lebens nicht so unmittelbar ruhte, weil das Weib heute, wieeinst der griechische Bürger, den gemeinen Berührungen des Lebens ent-zogen, weil cs den Einwirkungen des Nangsinns, den Verderbnissendurch niedrige Beschäftigung, der Unruhe und Gewissenlosigkeit der Er-werbsncht nicht ausgcsetzt und weil von Natur schon das Weib mehr alsder Mann gemacht ist, mit der höchsten geselligen Ausbildung den Sinnfür Natürlichkeit und die ursprüngliche Einfalt des Menschen zu ver-einen. Die geänderten äußeren Verhältnisse in neuerer Zeit bedingtensogar diese Art Gefühle, die in der neueren Dichtung so ausschließlich be-handelt sind, mehr als man glauben sollte. Die Beschwerden unsersLebens wehren uns den leichten Genuß und die rasche Befriedigung der