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1 (1853)
Entstehung
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218
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218 Uebergang zu der rittcrl. Poesie der hoheustauf. Zeit.

Linie aus dem Werke des I. Valerius, aus dessen Epitomator und demVineentius von Bcauvais her. Alle diese Alerandergcdichte weichen abergerade in den eigeuthümlichen Schönheiten und besonders in dem Sinne,der Auffassung und dem Geiste von dem unseres Lambrecht ab, einemder schönsten Schätze der ganzen mittelalterlichen Poesie. Es ist dasWerk eines Dichters, den zwar Rudolf von Ems in seiner Alerandreisgewaltig hochmüthig ansteht^H, ohne daß er selbst werth wäre, ihmnur die Schuhricmen zu lösen; Lambrecht steht vielmehr so hoch überRudolf, als dessen Werk wieder den späteren Alexander von Ulrich vonEschenbach und dieser den von Seifried übertrifft. Wäre unö selbst dieAlerandriade des Berchtold von Hcrboldöheim^ bekannt, die Rudolfvon Ems ein geschicktes und wohlgcsprochencs Werk nennt, und dieMähre, die Rudolfs Freund Bitterolf^") (Alexander V. 15677.) vondem Wundcrmaune gedichtet hatte, wir würden schwerlich etwas Besseresoder nur etwas Gleiches an ihnen besitzen. Die damalige Zeit warüberhaupt kaum fähig, sich geistig höher zu erheben. Denn Lambrechtscheint an die größten Ideen zu reichen oder sie vielmehr zu eröffnen,deren sich damals Menschen und Dichter bemächtigt, für die sie sich be-geistert haben, und an wahrhaft dichterischem Genius dürfen sich nurganz Wenige neben ihn stellen, so schlicht und einfach, ja selbst roh undungeschlacht er sich in formaler Hinsicht neben einem Wolfram oderGottfried ausnimmt.

Es ist von Lambrechts Gedichte ein Bruchstück in rein oberdeutscherMundart erhalten, in der Vorauer Handschrift, die von Diemer herauö-gegeben ist; eS ergänzt sehr willkommen eine Lücke in, der sonst vollstän-digen Straßburger Handschrift, die einen nach Sprache und Vers besse-ren Text in niederrhciuischer Mundart (um 1187) enthält. Es ist nochstreitig und kann mit völliger Sicherheit aus der Vergleichung des kleinenVorauer Bruchstücks vielleicht kaum ausgemacht werden, ob dieser ober-deutsche Text eine Verderbniß des ächten in der Straßburger Handschriftist, oder dieser eine Ueberarbcitung von jenem. Das Vorauer Bruchstück

AL7) Er sagt iu seinem Alexander, N. I5V73.

Illv. Iiäl oucli nüoli äen allen sileaslumgtlioli, nilil rvot Ixzsnilen,ein Immgrelil gelilitet,von rvelsobe i» tiulsobo Iieribtet.

228) Er war Dienstmann Bertholds VI., des letzten Herzogs von Zähringen, der1218 starb. Vgl. Hanpt's Zeitschr. 6, 157.

229) Altdeutsches Museum I. x. 137 und 138.