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1 (1853)
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Kreuzzüge.

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aufs grellste der Welt zur Schau. Der Abt Guibert bemerkt es aus-drücklich, daß es Gott durch die Kreuzzüge wohlmeiuend für die Ritter-schaft so gefügt, daß die Kriegöleute, statt bei ihrem Lebensende ihrenWaffenrock mit der Kutte zu vertauschen, nun in diesen Zügen einenneuen Weg zum Seelenheil geöffnet erhalten hätten, der es ihnen erlaub-te, in ihrer ritterlichen Sitte und Ungebuudenheit zu verharren ^).war das glänzende Mittel gefunden, jene widersprechenden Züge auflange Zeiten hin friedlich zu vereinigen. Die alte Heldenzeit war durchdas Christenthum, das sie bisher beständig befehdet hatte, plötzlich auto-risirt, nur ward ihren Thaten eine bestimmte Richtung gegeben; imBlute zu baden und sich des Blutbads zu freuen, wie vormals, wardwieder verdienstlich^) und christlich, wenn es nur Sarazenenblut war.Daher war Niemand dieser Ausweg so willkommen, als den Norman-nen, die noch ihren alten Sinn für See- und Raubfahrten dem Christcn-thume nicht geopfert hatten. Nun bietet die ganze Geschichte der Kreuz-züge und ihrer Zeit die sonderbarsten Gegensätze dicht nebeneinander. Beider ersten Begeisterung in Frankreich hörte Weglagerung und Brandstif-tung, die bisher gcwüthct hatte, auf und machte der Versöhnung unddem Frieden Platz; allein was hier aufgehört hatte, begann schon aufdem Wege nach Jerusalem wieder. In den Heeren drängten sich unterEinem Titel Mörder, Schuldner, von Druck und Hungersnoth Leidendeneben fanatische Mönche und die frömmsten Seelen zusammen. Das ein-tönigste, oft ein Jahrhundert lang von keiner großen Erscheinung unter-brochene Leben ward plötzlich von einer heiligen Leidenschaft aufgestört,die jede kleinere und engere Neigung und Empfindung verschlang. Wurdenicht der Nationalhaß aufgegeben, die Vaterlandsliebe geopfert, dieBande zwischen Vater und Sohn, zwischen Mann und Gatte, zwischenVasall und Herr gelöst? Räuber, Einsiedler, Weiber traten aus ihrerVerborgenheit, die Kinder ans ihrer Unmündigkeit; man sah diese Wun-der auf der Erde und andere am Himmel und in den Wolken, und dieGräber öffneten sich und Karls des Großen Geist mahnte die Völker zum

152) 6uib. bist. Iiieeas. bei Lonssars. x. 471.

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