Widmung.
VII
lisches Gewissen, als ich Einzelner jetzt ein gutes wissenschaftlichesGewissen hatte. Und dem muß ich cs zuschreibcn, daß ich jetzt sowenig wie damals, meinen Gleichmut über diesen Unbilden ganzverlieren kannte. Ist ja doch selbst für den guten Humor so vielkrauser Stoff in diesen Dingen, daß ich manchmal nach meinemKopfe fasse, unsicher ob ich, oder ob die Welt verschoben wordensei. Denn welche sonderbare Verkehrung der Dinge! Ich werde inder Zeit einer sumpfigen Ruhe des Hochverraths und der Aufreizunggegen die konstitutionelle Staatsform angeklagt, der ich zur Blütezeitder hochverräterischen Unternehmungen (D. Z. 1848. 26. April.)in dem Badischen Lande selbst laute Anklage erhob gegen die Zaghaf-tigkeit, die dem Hochverrat nicht zu begegnen wagte, und gegen dieHerabwürdigung des konstitutionellen Systems, die mir daringelegen schien. Es wird die Beschuldigung erhoben, daß ich miteinem politischen Pamphlete Unruhe stiften wolle, und es ist viel-mehr diese erhobene Beschuldigung selbst, die das Pamphlet erstmacht und die Unruhe wirklich stiftet. Es wird ein Verbrechen ausder Andeutung der Thatsache gemacht, daß der Monarchismus sichdurch seine neueste» Thaten viele moralische Stützen entzogen habe,und zugleich wird mit dieser kleinen " " That eine weitere
Thatsache gegeben zum Belege der Wahrheit meiner Andeutung.Ich soll Parteihaß säen, aber die Anklage selbst ist nichts als eineErndte des Hasses einer fanatischen Gegenpartei. Die der Ver-folgung verbündete Presse wirst mir im Tone des giftigsten Geisersverbitterten Eifer in dieser angefochtenen Schrift vor, die in einem' wahren Geiste, ja ich darf sagen in einer wahren Arbeit der