VI
Widmung.
Gruppirung der literarischen Thatsachcn und ans die allgemeinen,aus ihnen hergeleiteten Ergebnisse keinen ändernden Einfluß übenkönnen, dagegen sind die einzelnen Berichtigungen und Zusätze,die sie veranlaßten, van bedeutendem Umfang und zum Theil vangroßem Werthe. Leider bleibt mir auch jetzt noch eine letzte Handdaran zu legen übrig; und werweiß, ab sich die Zeiten je so schickenwerden, daß dicß künftig noch geschehen kann. Was für ein böserDämon mag doch in unserer Literatur des 1<>. und 17. Jahrhun-derts sein Wesen treiben? Als ich dies Gebiet 1837 in Göttingenkaum zu Ende durchreist hatte, trieb mich dort unversehens einGewaltstreich fort, und da ich jetzt in Berlin dieselben Gegendenwieder dnrchstöberte, erlitt meine gedeihende Arbeit in demselbenAugenblick des noch unvollendeten Abschlusses von Heidelberg ans eineviel unvorhergesehenere Unterbrechung, von der ich nur wünsche, daßsie blos eine Störung meiner, und nicht eine Störung allerwissenschaftlichen Thätigkeit in Deutschland bedeuten möge. Wel-chen Namen gibt unser mythologischer Freund diesem undiensamenKobold und Störgeiste, der dies so fügte? Ich besorge, der politischeFreund wird statt seiner die Antwort geben: cs sei der unruhigeGeist des wirkenden politischen Lebens, der uns mehr und mehraus den friedlichen Stätten des Wissens, das aus die vergangenenDinge gerichtet ist, mit allen natürlichen und wunderbaren Mittelnhinwegscheucht. Wie seltsam erinnerte uns in Berlin, als ich inWilhelm's Stube Abschied von der Familie nahm, dies seltsameEreigniß des Tages an die Göttinger Vorgänge! Wir hatten beidem Schlage, der uns damals gemeinsam traf, kein besseres mora-