Druckschrift 
2 (1853)
Entstehung
Seite
425
Einzelbild herunterladen
 

föane ©ad)8.

425

uub Sßieberfeit, fromme Stufalt, tüdjttged fittlidjed s D?arf uub prafct[d) eSinftd)t ittd Seben, fprid)t liebcndwütbig and jebem £onc unb febemSinne in bicfett Stüdeit, fo iitaitdje baooit teer an @el)a(t U11 ^ ffM eSBtfe ftnb.

3it beit lefcten 3a^rjct)nten ber ,£aitd Sad)fifd)tit 2)id)tungen gef)teine beutlidfe SSeräuberung »or. St fe(t>ft fiagt wieberlmlt übet bad 9lb=nehmen ber Äunft überhaupt. Sfyebcnt fei fte biül;eitb gtmtfcit, ber @c=lehrten atte SBittfcl voll, fimtreid)er SBcrfleute unb Jfünftlcr genug unbSBüd)et bte stille uub gülte; jeff feien bte fünfte gemein uub »eradjtet,wenige jünger blieben, ald fptjautafteu fd>ief angefehctt; bte SBelt rennenad) SBolluft unb ©elb, bie Stufen »erliefen bad SSatcrlanb. Sein @e=fang ber Sitte Etatte if)itt 9tetb uub «fpaf erregt; bielfad) faiti ifitt ber©ebanfe, fein Singen ju taffen, and) weil ifjnt äuleft feilte SSernunftfagte, baf feilte btdjterifdje JTraft abnefmte. 3)od) aber will er getroftfein ffSfititb unterem taffen; itad) 44 3al;rcit ntuftfdfer 33cfd)dftiguitg Willer and) mm itid)t ablaffeit, 2mgenb ju berbreiteit unb Sraurtgfeit jttfattftigen, unb fein Sdftetmaitl foll tljit in feinem heiligen SBerufe ftörett.Sei ber Sludgabe feiltet SBerfe, bte er erlebte, arbeitete er befottberd inbeit 3al)reit 1557 59 auf eine merfwürbtg tfdtige SQScife, ttttb nurwenn man t;ier and feilten eigenen Angaben fteljt, wetdje Itnjahl »tutRingelt er überhaupt bid bal)itt gebid)tet (fatte (788 gröfere Stüdeunb 4270 23ar beutfdjed 9Jfeiftergefangd, bie itid)t iitiDrud gegeben finb,foitbertt bte Stttgfdjule mit ju jiereit unb 51t erhalten";/ begreift matt,wie er in bitfett 3al)ren attd einer nnglaubltdjeit 33elefcuf)ett bie Stoffe51t einer fo ungeheuren Söftnge »011 ^Dichtungen bearbeiten fomtte. 9?urallein gegen l)uitbcrt (Srjdtjluitgen and alter, mittelaltrtger, ttorbifd)crttttb beutfdjer @efd)id)te fd)tieb er itt biefeit btet 3al)reit, auf er einergrofeit 8ttijat)l »01t Suleitfptegeletett unb Sdjwditfett, unb allen ntögltdjcitanbeteit ©attuugeu, naturI)iftorifd)en Stiiden, geiftltd'en unb weltlidjettSragöbicn unb Hoittöbieit, Slnefboten, Spritdjeit ber f)3i)t(ofopf)ett, ®e*fprüdjeti unb SSetradjtuugeti aller Slrt, Soattgcliett, gabeln, Cßfalmett,fPropt)ejetl)utigen unb teftamentlid)eitSel)ren. Suttner dritter att Stfittbunggreift er jefjt nach feber gönn unb ttad) febcitt 3ttl)alte. Sd fallt bod)auf, bei il)itt jene gtgurcit wieberjufinbett, jene ^Deutungen ber 23egeben=f)eitctt aud bettt alten Srftatnent auf neue 3 lI fldube. ?f((e poetifdjengormcit feit mehreren 3ahrhuitberteit h«t er behaitbelt; alle bebcuteu«bereit SBerfe audgejogett. Sr f)at leX;rf;afte Stüde wie dpugo »01t 3riut=berg, Slllegorien wie SJfiiglttt, 9Jtetftergefänge, gabeln, 23eifptele feber©attmtg, polittfdje ©ebidjte, 8uctanifd)e ©cfprädje, fßaneghrifett wie