Druckschrift 
2 (1853)
Entstehung
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380
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380 Qlufnatjme ber botf 3 tf)i'nnlid)en 3 >id)tung.

©egner werben habet mit gleid)et üötünje bejaht; bad ©tedjeitbfie aberift ber ©djluß. Sittljet belagert mit (einen Sunbedgenoffen bcn SJlurner,unb bietet üjtn iBerföfpuitg unb feine £od)ter sinn SBeibe an. 9Jhirnergefjt (d)eiitbar ein unb feufjt taitfcnb ÜJleilen »on fperjendgrunb nad) ber©tunbe, bie liebe ?(belijeib p fitffen; et twfirt if>r unb fingt bad nad)»fjet »ielkrüd)tigte burteöf=iroitifd)e Soblieb, beffen ©tropften mit bemSiefrain ©parttöflin ettbett. S3ei ber §od)jeit entbedt ifpt bieSBraut, baß fte ben ©rtnb fpk/ worauf er fte audfdjlcigt, ba ja Sutljerfelbft bie (Slje ntd)t für ein ©aframent ijalte- 2)iefe Sefdjntußung ber@l)e bed ^eiligen Sieformatord pg nun erft bie ganje gtut ber IjcftigffcnSludfäKe auf SJJutner, ber Siefrain »ont ©parnößltn follte ttod) oft aufifm prüdpalleit 471 ). «£)wr taftete er einen gled an, wo bad 3 c itaitcrfefw enpftttblid) geworben war. 3m ber ©teltung unb ©djfißung bcdSBeibed, in bem Urteile über bie gefd)[ed)t(id)en unb et)e(id)en 93erf)äit=ntffe ging jejät eben eine große Sßattbelung »or ftdj, wop bie Siefor»matton burdj bie (Srfdjittterung bed Söltbatd nicf)t fowof)l einen erftcitaid einen lebten Slnjioß gab. Süurner hielt in btefet 33ejtet)ung meljrbie alten ©tanbpunfte feft. @r war, burd) feinen SSater »on3ugenb auffo gewöhnt, nod) ein warmer ÜBereljrer ber Snngfratt SJiarta, unb erfpridjt feine SBereljrung ber SBetber bem entfpedjenb ttod) mef)r int ©tifeber mittelaltertidjen gvuuen^ulbigung aud. Slber er ifi aud) »ielleid)tgerabe ber allerletzte, bet bem man nod) auf biefe @igenf)etten ftößt; bie3uttgfratt 9)iaria »erfd)Wtnbet jetzt aud ber jßoefte unb mit if)r all jenefd)Wärntertfd)e Anbetung bed weiblichen @efd)Ied)ted. 9ltt Siariad betSlllfiüjnerin ©teile trat jetzt äffutter @»a, bie Slllfttnberin, bie fo »iel aufSrbett gefäet Ijat, woran wir nod) entbten; hinfort mifd)te ftd) @d)erjunb @rnft in ber SBereljrung unb Sßerljerrlidpng ber grauen unb badmutwillige 3citafter fagte bent garten @efd)led)te bie Ijärteften 2ßaf>r=heiten. ®ie ©d)amlofigfeit ber »erbuijlteu ©eiffltdjen würbe nun

471) 3n einet gtugfchrift »on £anä Heinrich grebermut (um 1524) beißt ei »onbem Söttbat:

Snmit wirb nit tuet außgericht, benn baß nur groß f;uretei) gefcbicbt,wie mang benn öffentlich erficht, »on heimlichen ba fag ich nic(jt;fiat einet mit einer nicht genug, nimmt einet jmo breb nach feinem fug,toeld) iljm nit gefaßt, bie läßt er gon, nimmt anbre alö »iel et i»tl boit,unb bat mit feinnt ©batnöfelein ein fröticb fein gutö mütetein.

SJturmau ÜKurnat bet tjetfcbt auch mit, benn et läßt fchlechtä fein ntaufen nit.Utfach er bat, bätt8 Mb »ergeffen, ein ©tücf »om roßen Statten gefreffen,baS et noch nicht »erbauen fann; baut i»ot noch 30 3abte batan.